1. FC Kaiserslautern: Die Angst vor dem Absturz wächst

Effekt aus Trainerwechsel scheint schon verpufft

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 30.10.17 | 07:38
Jeff Strasser

Drei Niederlagen nach gutem Einstand: FCK-Coach Jeff Strasser © Imago / Majerus

Mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen gegen die SpVgg Greuther Fürth (3:0) und beim FC St. Pauli (1:1) hat Jeff Strasser einen hervorragenden Einstand als Trainer des 1. FC Kaiserslautern gefeiert, doch nur drei Spiele später ist die Aufbruchstimmung unter dem Luxemburger schon wieder Ernüchterung und Frustration gewichen.

Nach dem bitteren 0:1 zu Hause gegen den MSV Duisburg und dem erwartbaren Aus im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart (1:3) verloren die Pfälzer am gestrigen Samstag das enorm wichtige Kellerduell beim SSV Jahn Regensburg mit 1:3 und das mit einer besorgniserregenden Vorstellung. Das Horrorszenario 3. Liga ist damit wieder ein Stück näher gerückt.

Strasser entschuldigt sich bei den Fans

Beim Aufsteiger, der zuvor vier von fünf Heimspielen verloren hatte, ließen die Roten Teufel nahezu alles vermissen und stehen nun mit bereits sechs Punkten Rückstand ans rettende Ufer sowie bereits vier Zählern auf den Relegationsplatz mehr als nur mit dem Rücken zur Wand.

„ Wir haben die nötige Aggressivität vermissen lassen. ”
Jeff Strasser

Coach Strasser, dem die Schwere seiner Aufgabe mittlerweile vollends bewusst sein dürfte, fand gegenüber kicker.de klare Worte: „Ich habe von meiner Mannschaft ein anderes Auftreten erwartet. Wir haben die nötige Aggressivität vermissen lassen“, so der stets für seinen Einsatzwillen geschätzte Ex-Profi, der sich nach Spielende zudem bei den rund 1.500 mitgereisten Fans für das Auftreten seines Teams entschuldigte.

Dass die Fans den Spielern gegenüber ihrem Unmut freien Lauf ließen, war für Strasser völlig in Ordnung und könnte nach Einschätzung des Trainers für die Zukunft vielleicht sogar hilfreich sein: „Das kann für die Kräfte der Spieler auch irgendwann mal ein entscheidender Faktor sein, wenn man mal drei, vier oder fünf Minuten vor den Leuten stehen muss, die ihren Frust entladen.“

Am Freitag gilt es freilich für Mannschaft und Fans gemeinsam, alles zu unternehmen, um gegen den VfL Bochum drei wichtige Punkte einzufahren, um zumindest halbwegs positiv in die Länderspielpause gehen zu können.

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