1. FC Kaiserslautern: Keine Diskussion um Tayfun Korkut

Offensive bleibt das große Problem

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 30.01.18 | 11:16
Tayfun Korkut

Steht trotz der schwachen Zwischenbilanz nicht in der Diskussion: Tayfun Korkut ©Imago

Nur weil der FC St. Pauli und Arminia Bielefeld am Wochenende ebenfalls verloren haben, ist der 1. FC Kaiserslautern mit seiner gestrigen 0:1-Niederlage bei Eintracht Braunschweig nicht auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. Nach weiterhin nur sechs Punkten und mit der schwächsten Offensive der Liga, die erst vier Tore zustande gebracht hat und in sieben (!) von neun Spielen leer ausgegangen ist, ist die Situation rund um den Betzenberg aber gleichwohl alles andere als entspannt.

Zufrieden mit der Defensivleistung

In Braunschweig trat der FCK erstmals mit einer Fünferkette an, in deren Zentrum Neuzugang Ewerton sein Debüt feierte. Und diese Umstellung machte sich zumindest mit Blick auf die Defensive durchaus positiv bemerkbar. „Wir haben über die 90 Minuten ganz wenig zugelassen“, zeigte sich Trainer Tayfun Korkut bei Sky mit seiner neuformierten Hintermannschaft durchaus zufrieden.

„ Wir haben es nicht mal geschafft, in Tornähe zu kommen. ”
Tayfun Korkut

Weniger angetan war Korkut mit dem Auftritt seiner Elf in Ballbesitz und in der gegnerischen Hälfte: „Wir haben es nicht mal geschafft, in Tornähe zu kommen„, sprach der FCK-Coach ohne Umschweife die derzeit größte Problematik im Spiel der Roten Teufel an. Auch die Neuzugänge Zoltan Stieber und Sebastian Kerk, der erstmals in der Startelf stand, konnten keine Akzente setzen.

Osawe und Zoua als Hoffnungsträger

Auch wenn im Offensivspiel keine Fortschritte zu erkennen sind, steht für Sportdirektor Uwe Stöver der Trainer nicht zur Disposition. Stöver führte bei „Sky“ für Korkut mildernde Umstände an, was fraglos nicht völlig unberechtigt war: „Er muss jede Woche auf sechs bis acht Spieler verzichten“, sieht der Sportchef insbesondere auch die angespannte Personalsituation als großes Problem an.

Am kommenden Montag, wenn der FCK den VfL Bochum empfängt, kehrt auf jeden Fall der gestern aus disziplinarischen Gründen fehlende Osayamen Osawe in den Kader zurück. Zudem besteht die realistische Hoffnung auf das Comeback von Jacques Zoua, womit im Offensivbereich gleich zwei zusätzliche Optionen vorhanden wären.