Hannover 96: Abschied von Anton fix

Eigengewächs geht nach zwölf Jahren

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 28.07.2020 | 16:31

Update (16:31 Uhr):
Hannover 96 und der VfB Stuttgart haben soeben den Transfer von Waldemar Anton bestätigt. Im Schwabenland unterzeichnete der Defensiv-Allrounder einen Kontrakt bis 2024.

„Waldi hat uns frühzeitig klar signalisiert, dass er den Wunsch hat, Hannover 96 zu verlassen, um wieder in der 1. Liga zu spielen. Wir haben nun eine faire Lösung gefunden, mit der wir diesem Wunsch entsprechen können. Waldi ist ein Spieler mit außerordentlicher Qualität, der nicht leicht zu ersetzen ist. Wir haben in diesem Sommer noch die Möglichkeit, eine Ablöse für ihn zu erzielen und sind mit dem ausgehandelten Gesamtpaket zufrieden“, erklärte 96-Sportdirektor Gerhard Zuber.

Ursprünglicher Artikel (12:59 Uhr):
Seit zwölf Jahren läuft Waldemar Anton für Hannover 96, weitere Einsätze werden für das Eigengewächs der „Roten“ wahrscheinlich nicht hinzukommen. Im Poker um den einstigen U21-Nationalspieler zeichnet sich ein Wechsel zum VfB Stuttgart immer weiter ab.

Wie der Kicker berichtet, absolviert Anton heute den Medizincheck bei den Schwaben und soll anschließend einen Vertrag unterschreiben. Auch bei der Ablöse sollen sich beide Vereine angenähert haben, von einer Grundsumme in vier Millionen Euro ist die Rede.

Innenverteidiung im Fokus

Auch wenn sich Hannover auf den Abgang des einstigen Kapitäns vorbereiten könnt, schmerzt dieser. Variabel einsetzbar, kam Anton sowohl in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld zum Einsatz, eine vielseitige Option bricht somit für Trainer Kenan Kocak weg.

Im Mittelfeldzentrum, wo Anton in der Schlussphase der Vorsaison überwiegend eingesetzt wurde, haben die Niedersachsen aber bereits reagiert. Mit Mike Frantz wurde die Erfahrung von 228 Bundesliga-Partien verpflichtet, der Routinier schloss sich aus Freiburg kommend 96 an und ist dort als Führungsspieler eingeplant.

In der Innenverteidigung klafft nun aber eine Lücke, da nur noch Josip Eliz, Marcel Franke und Timo Hübers vertraglich gebunden sind. Dies trifft zwar auch auf Felipe zu, der Brasilianer soll aber auf der Streichliste stehen und den Klub nach Möglichkeit noch in diesem Sommer verlassen.

Stärkere Verhandlungsposition bei Maina

Der finanzielle Erlös aus einem Anton-Abgang dürfte auch Auswirkungen auf das Wolfsburger Werben um Linton Maina haben. Hier konnten sich die beiden Klubs noch nicht auf eine Ablöse einigen, durch die Einnahmen aus dem Deal mit Stuttgart dürfte Hannovers Verhandlungsposition gestärkt sein.

„Wenn es sein muss, dann bleibt der Linton einfach da“, sprach Sportdirektor Gerhard Zuber jüngst ein Machtwort und stellte einen Verbleib des Youngsters in Aussicht.