Hannover 96: Christian Schulz eine Option für das Wochenende?

Routinier trainiert mit den Profis

Christian Schulz im Einsatz für Hannovers zweite Mannschaft.

Christian Schulze bringt seine Erfahrung in der zweiten Mannschaft ein. ©imago images/Noah Wedel

Die schon nach dem 1:0-Erfolg am Wochenende beim FC St. Pauli vorhandene Befürchtung, dass es in der Defensive von Hannover 96 im Endspurt bis Weihnachten zu einem Engpass kommen könnte, hat sich bestätigt. Die am Millerntor verletzungsbedingt ausgewechselten Felipe und Sebastian Jung werden nach Angaben von 96 bis zum Jahresende ausfallen, wobei für Jung mit Julian Korb noch adäquater Ersatz vorhanden ist.

In der Innenverteidigung wird es hingegen ohne Felipe richtig eng, da auch Marcel Franke und Timo Hübers erst im neuen Jahr zurück im Mannschaftstraining erwartet werden. Mit Josip Elez und Waldemar Anton, der zuletzt allerdings im defensiven Mittelfeld auflief, sind somit nur noch zwei gelernte Innenverteidiger einsatzbereit.

Ein Trio rückt ins Profitraining auf

Trainer Kenan Kocak hat nun aber reagiert und neben Offensivtalent Mick Gudra aus der U19 auch zwei Defensivkräfte zum Profitraining befördert. Zum einen trainiert ab dem heutigen Dienstag der 18-jährige Defensiv-Allrounder Tim Walbrecht mit, der obwohl noch im Nachwuchs spielberechtigt bereits regelmäßig in der U23 agiert und im Training auch in den vergangenen Wochen schon Profiluft schnuppern durfte.

Walbrecht darf nun auf sein Debüt in der 2. Bundesliga hoffen, wenngleich neben dem Youngster auch Routinier Christian Schulz im Training dabei sein wird. Der 36-Jährige, der zwischen 2007 und 2016 285 Pflichtspiele für 96 absolvierte und 2018 nach zweijährigem Intermezzo bei Sturm Graz als Führungsspieler der zweiten Mannschaft zurückgekehrt ist, will aber eigentlich kein Comeback im Profibereich feiern.

Gegenüber dem Sportbuzzer lehnte Schulz noch am Montagnachmittag eine Rückkehr ab und empfahl stattdessen, auf Walbrecht zu setzen: „Nein, nein und nochmals nein. Die können den Timmi nehmen, der macht das solide, ein ruhiger Spieler, dem sollte man die Chance geben.“

Dass Schulz ins Profitraining aufrückt, könnte nun allerdings auch ein Anzeichen für einen Sinneswandel sein. Ausgeschlossen scheint es jedenfalls nicht mehr, dass der Ex-Nationalspieler am Wochenende beim Heimspiel gegen Erzgebirge Aue im Kader stehen wird.

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