Hannover 96: Der Anschluss ist hergestellt

Erleichterung nach dem ersten Heimsieg

Genki Haraguchi gegen Aue.

Genki Haraguchi traf spät zum ersten Heimsieg. ©imago images/Joachim Sielski

Lange Zeit sah es am gestrigen Samstag gegen Erzgebirge Aue nach der nächsten Enttäuschung für Hannover 96 im eigenen Stadion aus. Insbesondere nach dem unglücklichen Eigentor von Kapitän Marvin Bakalorz, der zuvor noch zum 1:1 ausgeglichen hatte, kurz nach der Pause zum 1:2-Rückstand deutete sich die nächste Pleite vor heimischem Publikum an. Dann aber sorgten Hendrik Weydandt in der 75. und Genki Haraguchi in der 90. Minute doch noch für den ersten Heimsieg im achten Anlauf.

Nach wie vor liest sich Hannovers Heimbilanz mit nun einem Sieg, vier Unentschieden und drei Niederlagen alles andere als rosig, doch immerhin konnte mit dem Erfolg über Aue die rote Laterne in der Heimtabelle abgegeben werden. Wenig überraschend war die Erleichterung im Lager der Roten nach dem Abpfiff groß.

Endlich der erste Heimsieg für uns. Ich bin sehr, sehr glücklich. (Genki Haraguchi)

„Natürlich bin ich sehr glücklich. Endlich der erste Heimsieg für uns. Ich bin sehr, sehr glücklich“, wird Siegtorschütze Haraguchi auf der vereinseigenen Webseite zitiert, während Weydandt, der nach seinem eigenen Treffer für den Japaner auflegte, die Moral der Mannschaft hervorhob: „Heute war einfach der Unterschied, dass wir zweimal in Rückstand geraten sind und es trotzdem Momente gab, wo wir uns untereinander gepuscht haben und zu jeder Zeit daran geglaubt haben, dass wir hier heute als Sieger vom Platz gehen.“

Heimspiel gegen Stuttgart als Chance

Ein mehr als nur netter Nebeneffekt des zweiten Sieges in Folge nach dem 1:0 eine Woche zuvor beim FC St. Pauli ist, dass Hannover das untere Tabellendrittel hinter sich lassen konnte und als aktueller Tabellenzwölfter sogar vorsichtig nach oben schielen darf. Eine offensive Zielsetzung ist nach dem wechselhaften Saisonverlauf zwar von offizieller Seite erst einmal nicht zu erwarten, doch beträgt der Rückstand auf den dritten Platz auch nur noch sechs Punkte.

Mit einem Sieg des VfB Stuttgart am Montagabend gegen den 1. FC Nürnberg kann die Distanz zwar wieder anwachsen, doch im Heimspiel drei Tage vor Weihnachten gegen Stuttgart kann 96 den Schwaben aus eigener Kraft weiter auf die Pelle rücken. Zunächst freilich gilt es, die kleine Positivserie am kommenden Freitag beim VfL Bochum auszubauen.

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