Hannover 96: Ein herber Rückschlag

Mirko Slomka rückt in den Blickpunkt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 01.10.19 | 07:11
Genki Haraguchi

Genki Haraguchi und Co. hinken den Erwartungen immer weiter hinterher. © imago images / Nordphoto

Groß waren die Hoffnungen bei Hannover 96, dass dem 2:1-Sieg bei Holstein Kiel im Absteigerduell gegen den 1. FC Nürnberg nun endlich auch ein überzeugender Auftritt vor eigenem Publikum samt erstem Heimdreier folgen würde. Nach desillusionierenden 90 Minuten stand am Montagabend aber eine herbe 0:4-Pleite, die in allen Belangen ein Rückschlag war und viele Fragen aufwarf.

Recht klar dürfte nun sein, dass Hannover den Blick erst einmal nicht mehr nach oben zu richten braucht. Der Rückstand auf den dritten Platz ist zwar aufgrund der Bielefelder Niederlage gegen den VfB Stuttgart bei sieben Punkten geblieben, doch zunächst geht es für 96 nun darum, sich zu konsolidieren und vor allem eine längerfristige Verwicklung in den Abstiegskampf zu vermeiden.

Ob und inwiefern der Offenbarungseid gegen eine in den letzten Wochen wahrlich auch nicht überzeugende Mannschaft Konsequenzen nach sich zieht, bleibt abzuwarten. Eigentlich hatte der Erfolg in Kiel die Lage etwas beruhigt, doch mit dem Pleite gegen den Club ist natürlich auch Trainer Mirko Slomka wieder in den Blickpunkt gerückt.

Was bringt die Analyse mit Martin Kind?

Während Slomka selbst nach einer aus seiner Sicht guten Trainingswoche gegenüber dem NDR von einer „ganz bitteren und schockierenden Erfahrung“ sowie von einem „Albtraum“ sprach, blieb Sportdirektor Jan Schlaudraff ein Bekenntnis zum Trainer auf kicker.de zunächst schuldig. „Wir müssen uns erstmal auf die Leistung fokussieren, und die war denkbar, denkbar schlecht“, so Schlaudraff, der „jetzt nicht über den Trainer sprechen“ wollte.

Gegenüber der „Neuen Presse“ und Bild aber erklärte Schlaudraff dann, „mit diesem Personal“ weiterarbeiten zu wollen und bestätigte auf Nachfrage, dass dies auch für den Trainer gelte. Es sieht aktuell somit danach aus, als würde 96 am Samstag bei Dynamo Dresden mit Trainer Slomka antreten.

Abzuwarten bleibt freilich, was die ebenfalls angekündigte, weitergehende Analyse des montäglichen Debakels ergibt, bei der sicherlich auch Klubboss Martin Kind zugegen sein wird, der sich nach dem Nürnberg-Spiel noch nicht geäußert hat.

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