Hannover 96: Eine Chance für Marvin Bakalorz?

Dennis Aogo fehlt gegen Dresden

Marvin Bakalorz

Marvin Bakalorz stand drei Mal in Folge nicht in der Startelf. © imago images / Joachim Sielski

Am gestrigen Dienstag haben Geschäftsführer Martin Kind und Sportdirektor Jan Schlaudraff die tags zuvor erlittene 0:4-Heimschlappe gegen den 1. FC Nürnberg mit dem Ergebnis aufgearbeitet, dass Trainer Mirko Slomka auch am Samstag im Spiel bei Dynamo Dresden auf der Bank sitzen wird.

In einem offiziellen Statement auf der Klubwebseite teilte 96 indes auch mit, dass „in Dresden – unabhängig vom Ergebnis – eine erkennbare Leistungssteigerung der Mannschaft und eine deutliche Antwort auf die enttäuschende Vorstellung gegen Nürnberg“ erwartet wird. Bleibt eine positive Reaktion aus, dürfte in der anschließenden Länderspielpause die Trainerfrage neu überdacht werden.

Die Partie in Dresden auch als Schlüsselspiel für Slomka zu bezeichnen, ist damit sicherlich nicht übertrieben. Man darf dabei gespannt sein, wie der 52 Jahre alte Fußball-Lehrer seine Mannschaft auf den Platz schicken wird. Klar ist seit gestern, dass Dennis Aogo in Dresden nicht mitwirken kann. Der erst Anfang September gekommene Ex-Nationalspieler, der deshalb schon gegen Nürnberg zur Pause in der Kabine geblieben ist, fällt mit einer Adduktorenzerrung vorerst aus.

Bakalorz als Sechser oder doch eine Doppelsechs?

Belässt es Slomka beim zuletzt praktizierten 4-3-3 gilt es die Position des einzigen, echten Sechsers neu zu besetzen. Weil Marc Stendera und Edgar Prib auf den Halbpositionen davor besser aufgehoben sind, bieten sich für diese Rolle im Wesentlichen zwei Alternativen: zum einen Waldemar Anton, der gegen Nürnberg in der Innenverteidigung allerdings ebenso wenig überzeugen konnte wie zuvor am sechsten Spieltag gegen Arminia Bielefeld (0:2), als sich der letztjährige Kapitän eine gelb-rote Karte einhandelte.

Zum anderen ist der aktuelle Kapitän Marvin Bakalorz ein Kandidat, der allerdings nach fünf Startelfeinsätzen an den ersten fünf Spieltagen mit ausbaufähigen Leistungen seinen Stammplatz an Aogo verloren hat. Der 30-Jährige wäre mit seiner robusten und kompromisslosen Spielweise indes nun am ehesten geeignet, als Abräumer und Antreiber gleichermaßen zu fungieren – beides wird aber nur funktionieren, wenn Bakalorz sein Formtief überwunden hat.

Nicht ausgeschlossen ist allerdings auch, dass Trainer Slomka auf den Ausfall von Aogo mit einer neuen Grundordnung reagiert. So könnte auch eine Doppelsechs eine Alternative darstellen. Prib und Stendera wären dann vor der Abwehr ebenso vorstellbar wie einer der beiden neben Bakalorz. Diese Variante hätte den Vorteil, dass offensiv Platz wird für einen zusätzlichen Kreativspieler wie Florent Muslija als Zehner oder auch eine Doppelspitze.

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