Hannover 96: Geld für einen neuen Stürmer ist vorhanden

Philipp Hofmann ein Kandidat für einen Wintertransfer?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 11.11.20 | 07:12
Martin Kind

Martin Kind schließt einen Stürmerkauf im Winter nicht aus. © imago images / Sven Simon

Mit drei Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen weist Hannover 96 eine durchwachsene Startbilanz auf, befindet sich mit den eingefahrenen zehn Punkten aber zumindest in Schlagdistanz zu den angepeilten Aufstiegsplätzen. Um am Ende tatsächlich unter den ersten Drei, noch besser auf Platz eins oder zwei, landen zu können, müssen sich die Niedersachsen allerdings in einigen Bereichen steigern.

Allen voran muss natürlich die mit drei Niederlagen aus drei Spielen desaströse Auswärtsbilanz deutlich verbessert werden. Luft nach oben besteht trotz für Zweitliga-Verhältnisse überdurchschnittlicher Stürmer wie Marvin Ducksch und Hendrik Weydandt auch in Sachen Offensive. Elf Tore in sieben Spielen (1,57 im Schnitt) sind ein ordentlicher Wert, der in den vergangenen Jahren aber zumindest von den Direktaufsteigern deutlich übertroffen wurde. Arminia Bielefeld (1,91) und der VfB Stuttgart (1,82) lagen in der letzten Saison deutlich über dem Hannoveraner Durchschnittswert, noch mehr der 1. FC Köln (2,47) und der SC Paderborn (2,24) 2018/19.

Sportdirektor Gerhard Zuber hat in den vergangenen Tagen bereits öffentlich Handlungsbedarf im Angriff angedeutet und wurde durch das 0:0 am vergangenen Wochenende gegen Erzgebirge Aue nicht widerlegt. Dass nun auch noch Marvin Ducksch, mit zwei Toren und drei Vorlagen bester Scorer, aufgrund von Wadenproblemen eine Trainingspause einlegen muss und für das Spiel am 22. November bei den Würzburger Kickers fraglich ist, bestätigt Zuber ebenfalls in der Ansicht, dass Verstärkung für die Offensive durchaus Sinn machen würde.

Martin Kind grundsätzlich offen für einen Stürmertransfer

Martin Kind würde unterdessen einen Stürmertransfer nicht grundsätzlich ablehnen: „Wenn wir wollen, ha­ben wir die Mittel. Ich bin defensiv-offen dafür“, ließ der 96-Klubboss gegenüber der „Neuen Presse“ (Ausgabe vom 11.11.) durchblicken, bei entsprechendem Handlungsbedarf reagieren zu können.

„ Wenn wir wollen, ha­ben wir die Mittel. ”
Martin Kind

Ob sich in der winterlichen Transferperiode ein Stürmer findet, der das Niveau spürbar anhebt, bleibt freilich abzuwarten. Als Kandidat gilt weiterhin der schon im Sommer umworbene Serdar Dursun von Darmstadt 98.

Die „Neue Presse“ bringt nun zudem Philipp Hofmann vom Karlsruher SC ins Gespräch, dessen auslaufender Vertrag sich allerdings basierend auf einer geringen Anzahl an Einsätzen zeitnah bis 2022 verlängern wird. Und nachdem der KSC im Sommer unter anderem das Interesse des 1. FC Union Berlin mit einer höhen Ablöseforderung gekontert und letztlich zum Erliegen gebracht hat, dürften die Badener ihren Top-Stürmer auch im Winter kaum ohne Weiteres ziehen lassen wollen.