Hannover 96: Was machen die Leihspieler?

Emil Hansson und Leo Weinkauf regelmäßig im Einsatz

Emil Hansson

Beim RKC Waalwijk eine feste Größe: Emil Hansson. © imago images / VI Images

Mit Cedric Teuchert (FC Schalke 04), Jannes Horn (1. FC Köln) und John Guidetti (Deportivo Alaves) hat Hannover 96 aktuell drei ausgeliehene Spieler im Kader, die dem Vernehmen nach alle über diese Saison hinaus bleiben sollen. Ob das gelingt, hängt aber von verschiedenen Faktoren, darunter sicherlich dem wirtschaftlichen Aspekt, ab. Auf der anderen Seite haben die Niedersachsen momentan auch zwei Akteure verliehen, die andernorts viel Spielpraxis sammeln können.

Eine sehr positive Entwicklung genommen hat Leo Weinkauf, der in Hannover hinter Ron-Robert Zieler maximal zweiter Torwart gewesen wäre, nun aber mit dem MSV Duisburg die Tabelle der 3. Liga anführt und im Tor der Zebras auf Anhieb zu einem Rückhalt geworden ist. Der 23-Jährige bestritt sämtliche 27 Ligaspiele für den MSV und nährte mit seinen Leistungen die im Sommer von Ex-96-Trainer Mirko Slomka im Rahmen der Ausleihe geschürte Hoffnung, eines Tages als Nummer eins nach Hannover zurückzukehren.

Zunächst steht eine Rückkehr aber noch nicht auf der Agenda, wurde mit Duisburg doch eine Ausleihe über zwei Jahre vereinbart. Halten die Zebras ihren Aufstiegskurs könnte sich damit die pikante Situation ergeben, dass Weinkauf mit dem MSV in der kommenden Saison auf Hannover trifft. Und damit auch auf Zieler, dem der gebürtige Oldenburger dann ein Jahr später Konkurrenz machen könnte.

Hansson trifft direkt zum Einstand

Anders als Weinkauf wird Emil Hansson nach jetzigem Stand bereits zur nächsten Saison wieder in Hannover aufschlagen und dann einen neuen Anlauf unternehmen. Der 21-Jährige, der im vergangenen August von Feyenoord Rotterdam verpflichtet wurde, kam in der Hinrunde mit einer Vorlage in 14 Einsätzen, darunter nur drei von Anfang an, nicht über Ansätze hinaus.

Auch wegen der im Winter durch die Nachverpflichtungen noch einmal vergrößerten Konkurrenz entschied sich Hansson im Januar, einen Schritt zurück zu machen und wechselte auf Leihbasis zum RKC Waalwijk, an den der schwedische U21-Nationalspieler bereits vergangene Spielzeit von Feyenoord verliehen war. In bekanntem Umfeld avancierte Hansson direkt zum Stammspieler und lief in allen sieben Partien seit seiner Rückkehr nach Waalwijk von Beginn an auf.

Nach einem Treffer direkt im ersten Einsatz gelang dem stets als Linksaußen aufgebotenen Hansson allerdings keine weitere Torbeteiligung mehr. Wichtig aber ist, regelmäßig Spielpraxis sammeln zu können, was in Hannover mutmaßlich schwierig geworden wäre. Die Corona-Zwangspause, die in den Niederlanden sogar schon bis Anfang Juni verlängert wurde, macht 96 und Hansson nun aber vorerst einen Strich durch die Rechnung. Aktuell droht das Szenario, dass der Offensivmann den zweiten Anlauf in Hannover ohne Rhythmus starten muss.

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