Hannover 96: Wer steht kommende Saison im Tor?

Zukunft von drei Torhütern noch offen

Philipp Tschauner

Philipp Tschauners Zukunft in Hannover hängt vor allem vom Ingolstädter Klassenerhalt ab. © imago images

Am Ende einer aus persönlicher Sicht starken, für den Verein aber enttäuschenden Saison zeigte Michael Esser großen Sportsgeist. Der 31 Jahre alte Schlussmann ließ seinem Ersatzmann Samuel Sahin-Radlinger beim letzten Bundesliga-Spiel von Hannover 96 für mindestens ein Jahr den Vortritt. Sahin-Radlinger konnte die 1:2-Niederlage der Niedersachsen bei Fortuna Düsseldorf zwar nicht verhindern, aber durchaus Eigenwerbung betreiben.

Sahin-Radlinger, der unterbrochen durch Leihstationen bei Rapid Wien, beim 1. FC Nürnberg und zuletzt Brann Bergen in Norwegen schon seit 2011 für Hannover 96 spielt, feierte damit zugleich sein Bundesliga-Debüt. Anschließend ließ der 26 Jahre alte Österreicher gegenüber sportbuzzer.de durchblicken, sich eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages gut vorstellen zu können: „Ich bin jetzt acht Jahre hier, jeder weiß, dass ich mich wohlfühle.“

Ingolstadt mit Kaufoption bei Tschauner

Eine Entscheidung wird in den nächsten Tagen erwartet. Sahin-Radlinger ist indes nicht der einzige Torwart, dessen Zukunft offen ist. Stammkeeper Esser weckt mit seinen Leistungen auch andernorts Begehrlichkeiten, besitzt aber noch einen Vertrag bis 2020 und darf nur dann gehen, wenn die Ablöse stimmt. Fortuna Düsseldorf ist interessiert, will aber dem Vernehmen nach die von Hannover aufgerufenen zwei Millionen Euro nicht bezahlen.

Abzuwarten gilt es mit Blick auf Torwart Nummer drei, Philipp Tschauner. Der 33-Jährige ist im Winter nach dreieinhalb Jahren bei 96 auf Leihbasis zum FC Ingolstadt gewechselt und bei den Schanzern direkt zum Rückhalt avanciert. Schafft Ingolstadt den Klassenerhalt, können und werden die Oberbayern von einer Kaufoption Gebrauch machen.

Reicht es für die Schanzer nicht, würde wieder Tschauners noch bis 2020 gültiges Arbeitspapier in Hannover greifen. Allerdings scheint selbst bei einem Ingolstädter Abstieg ein Verbleib Tschauners in der Audi-Stadt nicht ausgeschlossen.

Leo Weinkauf, der im vergangenen Sommer vom FC Bayern München II gekommen ist und die Nummer eins in der Regionalliga-Mannschaft war, dürfte unterdessen weiter zum Kader gehören. Ob als Nummer drei oder vier, hängt von den übrigen Personalien ab.

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