Hannover 96: Zieler hofft auf Push

Torwart schöpft Mut aus Arbeitssieg

Ron-Robert Zieler von hannover 96

Ron-Robert Zieler will die erforderliche Einstellung selbst vorleben. ©Imago images/Huebner

Nach fünf sieglosen Spielen hat Hannover 96 endlich wieder ein Erfolgserlebnis zu verbuchen. In einer spielerisch schwachen Partie gewann der Bundesliga-Absteiger beim FC St. Pauli mit 1:0. Nach dem Spiel sprach Torwart Rob-Robert Zieler über den Sieg, die Gesamtsituation und den Einfluss von Trainer Kenan Kocak.

Herr Zieler, Glückwunsch zu dem Sieg. Endlich mal wieder ein Spiel gewonnen, oder?
Ron-Robert Zieler: „In der Tat. Das fühlt sich auf jeden Fall viel, viel besser an als in den letzten Wochen. Wir haben so einen Sieg jetzt einfach gebraucht. Es ist alles ganz ordentlich gelaufen. Ich hoffe, dass uns das für die nächsten Spiele einen kleinen Push und etwas Vertrauen gibt. Die Mannschaft hat eine kämpferisch gute Leistung gezeigt.“

Diesmal war auch der Videoschiedsrichter auf der Seite von Hannover 96. Der vermeintliche Handelfmeter für St. Pauli wurde nach Videoüberprüfung wieder zurückgenommen…
Zieler: „Ich habe das nicht so genau gesehen. Man hofft einfach nur, dass der Schiedsrichter das wieder zurücknimmt. Zum Glück ist es für uns gut gegangen.“

Mit Schönspielerei gewinnt man nichts. (über die nötige Mentalität)

Nach dem 1:0 hat Ihre Mannschaft zunächst gar nichts mehr gemacht, bis dann wohl in der Halbzeit die Ansage kam, dass die Mannschaft in der 2. Hälfte etwas mehr machen muss…
Zieler: „Ja, das muss ich Ihnen Recht geben. Ich finde, dass wir in den ersten zehn Minuten des Spiels ordentlich Dampf gemacht und glücklicherweise mit dem ersten oder zweiten Torschuss das Tor gemacht haben. Danach waren wir zu passiv, standen tief und haben nur noch mit langen Bällen agiert. Das war nicht gut. Das haben wir in der Halbzeit angesprochen.

Wir wollten aktiver sein. In der zweiten Halbzeit lief es dann besser. Das ist genau das, wovon wir seit Wochen sprechen. Wir müssen die zweite Liga annehmen. Mit Schönspielerei gewinnt man nichts. Man muss auch einmal richtig dagegenhalten.“

Welche Auswirkung kann das Erfolgserlebnis nun auf die nächsten Spiele haben?
Zieler: „Wie gesagt: Ich hoffe, dass uns das einen Push gibt. Wir haben gesehen, dass wir Spiele gewinnen können. Dafür müssen wir so eine Leistung wie heute abrufen, dürfen nicht nur Fußball spielen, sondern müssen auch kämpferisch dagegenhalten. Wenn das jeder verinnerlicht, kann das Vertrauen für die nächsten Wochen geben.“

Welchen Einfluss konnte Trainer Kenan Kocak in der kurzen Zeit überhaupt nehmen?
Zieler: „Wir haben natürlich ein paar Abläufe trainiert. Er versucht, uns mit seinen Ansprachen und seinem Auftreten zu pushen und eine positive Einstellung zu vermitteln. Er will eine klare Ordnung hineinbringen. Ich denke, das brauchen wir auch. Ich hoffe, das zahlt sich in den nächsten Wochen aus.“

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