Hannover 96: Zu wenig Torgefahr aus den hinteren Reihen

Erst zwei Treffer durch Abwehr- und Mittelfeldspieler

Julian Korb

Rechtsverteidiger Julian Korb war zumindest einmal erfolgreich. © imago images / Revierfoto

Während man sich bei Hannover 96 mit konkreten Aussagen zur Trainersuche bzw. zu den gehandelten Kandidaten wie allen voran Alexander Frei nach wie vor zurückhält, läuft beim Bundesliga-Absteiger die Vorbereitung auf das richtungsweisende Auswärtsspiel am Sonntag beim 1. FC Heidenheim.

Zum ersten und voraussichtlich auch einzigen Mal stehen dann die beiden bisherigen Co-Trainer Asif Saric und Lars Barlemann in der Verantwortung, die weiterhin nicht auf Timo Hübers, Linton Maina und Sebastian Soto zurückgreifen können sowie diesmal auch auf den gelbgesperrten Edgar Prib verzichten müssen.

Ob der ins Mannschaftstraining eingestiegene Sebastian Jung schon wieder eine Option darstellt, entscheidet sich genau wie beim angeschlagenen Marc Stendera wohl erst kurzfristig. Unabhängig vom zur Verfügung stehenden Personal gilt es für Saric und Barlemann an einigen Stellschrauben zu drehen, um die Mannschaft in die Spur zu führen.

Zu vielen Mittelfeldspielern fehlt der Zug zum Tor

Ein Problem im bisherigen Saisonverlauf ist sicherlich die dürftige Torausbeute. Nur Darmstadt 98 (12), der VfL Osnabrück und Dynamo Dresden (je 13) unterbieten die 14 Hannoveraner Treffer noch. Dabei können sich zumindest die Quoten von Hendrik Weydandt (fünf Tore in neun Einsätzen) und Marvin Ducksch (vier Tore in zwölf Spielen) sehen lassen. Mit Cedric Teuchert traf auch noch ein dritter Stürmer in zehn Begegnungen immerhin doppelt.

Für rund 79 Prozent aller Tore zeichnen bei 96 somit die Angreifer verantwortlich, während neben einem Eigentor des VfB Stuttgart aus den Reihen dahinter nur Florent Muslija und Julian Korb mit je einem Treffer in der Bilanz stehen. Kein anderer Zweitligist entwickelt durch Abwehr- und Mittelfeldspieler ähnlich wenig Torgefahr.

Gerade in Bezug auf das Mittelfeld muss die fehlende Torgefahr allerdings nicht verwundern. Beim jüngsten 0:0 gegen den SV Sandhausen liefen dort mit Dennis Aogo, Marc Stendera und Edgar Prib drei Spieler auf, die in ihrer Karriere noch nie als ausgewiesene Torjäger auf den Plan getreten sind. Waldemar Anton, sofern nicht in der Innenverteidigung benötigt, und Marvin Bakalorz sind ebenfalls Mittelfeldakteure mit Stärken in der Rückwärtsbewegung.

Bleiben als offensiv veranlagte Mittelfeldakteure eigentlich nur noch Florent Muslija und Genki Haraguchi, die allerdings beide auch nicht mit einem Killerinstinkt ausgestattet sind und überdies zumindest unter Ex-Trainer Mirko Slomka eher auf dem Flügel eingesetzt wurden. Den zentralen Mittelfeldspieler, der immer wieder in die Spitze vorstößt und pro Saison für acht bis zehn Treffer gut ist, sucht man im 96-Kader somit vergeblich.

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