Julius Düker: Wir geben alles für die drei Punkte

Interview mit Paderborns Angreifer

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 21.09.18 | 12:32
Julius Düker wechselte im Sommer von Magdeburg nach Paderborn.

Will sich in die Startelf der Paderborner kämpfen: Julius Düker. ©Imago/pmk

Im Sommer wechselte Julius Düker von Magdeburg nach Paderborn. Auch verletzungsbedingt stand der 22-Jährige aber erst in einer Ligapartie auf dem Feld. Vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub spricht er im Interview mit Liga-Zwei.de über die Konkurrenz im Paderborner Kader, den erfolgreichen Saisonstart und natürlich das Spiel am kommenden Sonntag.

Herr Düker, wie haben Sie sich in Paderborn eingelebt?
Julius Düker: „Ich habe mich bisher wirklich gut eingelebt, habe eine schöne Wohnung gefunden und auch mit den Mannschaftskollegen komme ich super klar. Sie haben mich gut aufgenommen. Ich fühle mich schon sehr wohl.“

Paderborn steht als Aufsteiger auf einem sehr guten 7. Platz. Wo sehen Sie die Gründe?
Düker: „Erstmal sind wir eine geschlossene Mannschaft, wir kommen alle wirklich richtig gut miteinander klar. Dann ist es auch die Art, wie wir Fußball spielen, die wir Spieler alle verinnerlicht haben. Es gelingt uns im Moment ganz gut, diese Art umzusetzen. Das sind so die Gründe für den Erfolg.“

„ Da muss ich dann da sein und zuschlagen. ”
über den Kampf um einen Startelfplatz

Sie haben erst sieben Minuten in der 2. Liga absolviert. Wie drängen Sie sich auf?
Düker: „Ich versuche natürlich, mich im Training anzubieten und Woche für Woche meine Leistung zu bringen. Wenn wir Testspiele haben, versuche ich da erfolgreich zu sein und mich anzubieten. Im Moment bin ich mit der Situation nicht zufrieden. Ich habe letzte Woche gut trainiert und werde auch diese Woche gut trainieren und dann werden wir sehen, wo es hingeht.“

Paderborn hat bereits elf Tore erzielt, nur zwei Teams waren erfolgreicher. Macht das den Kampf um einen Platz in der Startelf für Sie als Stürmer schwieriger?
Düker: „Es ist immer so: Wenn’s läuft, dann ist es für einen Spieler, der ein bisschen hinten dransteht, wirklich nicht einfach. Denn es zeigt ja, dass die Jungs, die auf dem Platz stehen, es wirklich gut machen. Trotzdem wird es Phasen geben, wo vielleicht der ein oder andere ein bisschen schwächelt, und das ist meine Chance. Da muss ich dann da sein und zuschlagen.“

Am Sonntag treffen Sie auf Ihren Ex-Klub Magdeburg. Hat sich Steffen Baumgart schon nach Insider-Informationen erkundigt?
Düker: „Nein, noch gar nicht. Der Trainer war ja selbst mal in Magdeburg. Ich denke, er hat da ganz gute Kontakte. Er weiß da schon ganz gut Bescheid.“

„ Wir müssen den Kampf auch annehmen. ”
über das Spiel gegen Magdeburg

Worauf wird es in diesem Spiel ankommen?
Düker: „Magdeburg ist eine Mannschaft, die über den Kampf und die Leidenschaft kommt. Wir dürfen da keinen Schritt weniger machen und müssen den Kampf auch annehmen. Darüber hinaus müssen wir weiter unser Spiel durchdrücken, und ich denke mal, dass wir damit auch am Wochenende wieder erfolgreich sein werden.“

Paderborn hat bereits acht Punkte gesammelt, Magdeburg erst drei. Liegt die Favoritenrolle bei Ihnen?
Düker: „Schwierig zu sagen in der 2. Liga. Es ist alles wirklich super, super knapp. Man hat ja auch gesehen, dass Magdeburg die Spiele, die sie verloren haben, nicht hoch verloren hat. Einige Spiele gingen Unentschieden aus, da sie diese Spiele nicht für sich entscheiden konnten. Jedes Spiel war bisher auf seine Art und Weise einzigartig, und das wird aus meiner Sicht auch am Wochenende der Fall sein. Wir spielen zu Hause und da wollen wir gewinnen, wir geben alles für die drei Punkte und ob wir da jetzt der ganz große Favorit sind, sei mal dahingestellt.“

„ Ich möchte diese Zeit nicht missen. ”
über seine zwei Jahre in Magdeburg

Sie haben zwei Jahre für Magdeburg gespielt. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?
Düker: „Auf jeden Fall viele positive Erinnerungen. Ganz klar war die Meisterschaft in der 3. Liga und der damit verbundene Aufstieg das große Highlight in meiner noch jungen Karriere. Deswegen blicke ich auf diese Zeit auch gerne zurück, ich habe da auch gute Freunde gefunden. Ich möchte diese Zeit nicht missen.“

Haben Sie noch Kontakt zu Mitspielern aus Ihrer Magdeburger Zeit oder ruht der im Vorfeld des Spiels?
Düker: „Der Kontakt ist da und wird auch nicht wegen des Spiels ausgesetzt. Mit einigen Jungs zocke ich immer mal auf der Playstation, mit Michel Niemeyer zum Beispiel. Mit ihm bin ich auch sehr gut befreundet, wir telefonieren ab und an und schreiben uns viel. Er ist schon einer meiner engeren Freunde. Frotzeleien vor dem Spiel gehören dazu. Ich bin natürlich überzeugt, dass wir gewinnen – Michi ist überzeugt, dass sie gewinnen. Ich bin mal gespannt.“

Herr Düker, vielen Dank für das Gespräch!

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