SC Paderborn: Der Druck auf die Erfolgself wächst

Personelle Änderungen trotz guter Ergebnisse möglich

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 04.11.20 | 08:14
Steffen Baumgart

Mit seiner Mannschaft seit vier Spielen ungeschlagen: Steffen Baumgart. © imago images / Jan Hübner

Mit acht Punkten aus den jüngsten vier Spielen hat der SC Paderborn seine beiden Auftaktniederlagen bei Holstein Kiel (0:1) und gegen den Hamburger SV (3:4) vergessen lassen. Zugleich sind die Sorgen im Umfeld vor einem neuerlichen Totalabsturz wie nach dem letzten Bundesliga-Abstieg dank des positiven Trends deutlich geringer geworden.

Auch deshalb, weil Trainer Steffen Baumgart trotz einiger Personalsorgen in den vergangenen Wochen eine funktionierende Mannschaft gefunden hat. Beim 3:1-Sieg gegen Jahn Regensburg am vergangenen Wochenende lief zum dritten Mal in Folge die gleiche Startelf auf, in der sich mit Johannes Dörfler als Rechtsverteidiger, Ron Schallenberg auf der Sechs und Julian Justvan auf der Acht auch drei junge Akteure festgespielt haben, die man nicht unbedingt für die A-Elf auf der Rechnung haben musste.

Gespannt darf man nun aber sein, wie es in Sachen Startelf in den nächsten Wochen weitergeht. Denn trotz der Erfolge der letzten Spieltage wächst der Druck aus der zweiten Reihe. Im Mittelfeld ist die Hoffnung vorhanden, dass der zuletzt wegen Rückenproblemen ausgefallene Sebastian Vasiliadis spätestens nach der Länderspielpause wieder uneingeschränkt zur Verfügung steht. In Top-Form dürfte am 23-Jährigen kein Weg vorbeiführen, womit es für Schallenberg und Justvan, aber auch für Svante Ingelsson eng werden könnte. Noch mehr in der Rückrunde, wenn auch Maximilian Thalhammer seinen Mittelfußbruch auskuriert haben sollte.

Terrazzino und Heller erweitern die Möglichkeiten

Einen richtig heißen Konkurrenzkampf verspricht unterdessen der Blick auf die Offensive. Zwar fällt Sven Michel mit seinem Innenbandriss im Knie noch weiter aus, doch mit Christopher Antwi-Adjei hat sich gegen Regensburg ein Flügelspieler nach zwei Partien Zwangspause als Joker zurückgemeldet, der Ansprüche auf die erste Elf anmelden dürfte. Selbiges gilt ebenfalls auf den offensiven Außenpositionen auch für die nachverpflichteten Marco Terrazzino und Marcel Heller, die ihre Qualitäten in der 2. Bundesliga schon hinreichend bewiesen haben und jede Menge Erfahrung mitbringen.

Schon am Sonntag bei Darmstadt 98 könnte insbesondere Terrazzino, der gegen Regensburg nach seiner Einwechslung getroffen hat, ein Kandidat für die erste Elf sein. Denkbar aber auch, dass Baumgart zum vierten Mal in Folge dem gleichen Personal vertraut und damit auch Chris Führich, der als Linksaußen noch mehr Konstanz in sein Spiel bringen muss. Möglicherweise erweist sich die zusätzliche Konkurrenz für den 22-Jährigen aber als Antrieb. Coach Baumgart hätte sicherlich nichts dagegen.