SC Paderborn: Die rechte Abwehrseite als größte Baustelle

Kein gelernter Rechtsverteidiger im Kader

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 21.08.2020 | 10:00
Fabian Wohlgemuth

Hält die Augen nach weiteren Neuzugängen offen: Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth. © imago images / eu-images

Mit Marcel Correia, der nach seinem Vertragsende bei Jahn Regensburg zu Beginn der Woche als ablösefreier Neuzugang präsentiert werden konnte, hat der SC Paderborn einen erfahrenen Innenverteidiger hinzugeholt, mit dem zum einen der Abgang von Luca Kilian (1. FSV Mainz 05) kompensiert werden kann, zum anderen aber auch schon ein Vorgriff getätigt wurde, sollte neben Kilian auch Sebastian Schonlau den Verein noch verlassen.

Correia wäre überdies auch eine Option auf der rechten Abwehrseite, kennt der 31 Jahre alte Deutsch-Portugiese diese Position doch von vereinzelten Einsätzen aus seiner Zeit bei Eintracht Braunschweig (2011 – 2017). Erste Wahl allerdings dürfte Correia, der nach seiner Braunschweiger Zeit beim 1. FC Kaiserslautern und in Regensburg nur noch zentral agierte, als Rechtsverteidiger eher nicht sein.

Improvisation mit Dörfler und Tugbenyo

Vielmehr ist noch mit mindestens einem Neuzugang für die rechte Seite der Viererkette zu rechnen, möglicherweise auch mit zwei, will Geschäftsführer Sport Fabian Wohlgemuth doch laut seiner Aussage im „kicker“ (Ausgabe 69/2020 vom 20.08.2020) „jede Position doppelt besetzen“.

Beim 1:1 im Testspiel am Wochenende gegen den österreichischen Zweitligisten SK Austria Klagenfurt improvisierte Trainer Steffen Baumgart in der erste Halbzeit mit Johannes Dörfler als Rechtsverteidiger. Der 23-Jährige, vergangene Saison nacheinander an den KFC Uerdingen und den FSV Zwickau verliehen, ist allerdings eigentlich Offensivspieler und spielt in den Paderborner Planungen allenfalls noch eine untergeordnete Rolle.

In den zweiten 45 Minuten gegen Klagenfurt durfte dann mit Jesse Edem Tugbenyo ein 19-jähriges Talent aus dem eigenen Nachwuchs ran, das allerdings kaum bereits als vollwertige Alternative eingeplant werden kann. Bis zum Saisonstart am dritten September-Wochenende bei Holstein Kiel sollte daher auf dem Transfermarkt noch etwas passieren, um nicht mit einer Notlösung loslegen zu müssen.