SC Paderborn: Ganz anders als erwartet

Jüngste Startformation mit großen Unterschieden zur ursprünglichen Wunschelf

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 28.10.20 | 09:47
Steffen Baumgart beim SC Paderborn

Solider Start in die neue Saison: Steffen Baumgart. © imago images / foto2press

Mit den jüngsten beiden Partien gegen Hannover 96 (1:0) und beim SV Sandhausen (1:1) hat der SC Paderborn seine Zwischenbilanz nach fünf Spieltagen etwas aufhübschen können. Fünf von 15 möglichen Punkten sind zwar nach wie vor eine sehr durchwachsene Ausbeute für einen Bundesliga-Absteiger, der sich aber von Anfang an keineswegs den direkten Wiederaufstieg, sondern eine solide Saison ohne Abstiegssorgen auf die Fahne geschrieben hat.

Beim bisherigen Abschneiden darf der relativ umfangreiche Personalwechsel im Sommer ebenso wenig außer Acht gelassen werden wie das Verletzungspech der letzten Wochen mit Ausfällen von Sebastian Vasiliadis, Christopher Antwi-Adjei, Sven Michel, Maximilian Thalhammer und Chima Okoroji, die allesamt nicht nur im Teamcheck von Liga-Zwei.de in der Paderborner Wunschelf verortet wurden.

Die Ausfälle sowie die vergleichsweise spät erfolgten Verpflichtungen von Svante Ingelsson, Julian Justvan, Aristote Nkaka und Prince Osei Owusu führten dazu, dass spät noch reichlich Bewegung in den Kader gekommen ist und im Zuge dessen auch die Startformation ein neues Gesicht erhalten hat. Dazu freilich trugen mit dem fast schon ausgemusterten Johannes Dörfler, der sich aktuell den Stammplatz auf der rechten Abwehrseite gesichert hat, und mit Ron Schallenberg auch zwei Rückkehrer von Leih-Engagements bei, die eine bemerkenswerte Entwicklung genommen haben.

Mehrere Stammkräfte vor dem Comeback

Ein hochbewerteter, bislang aber enttäuschender Neuzugang wie Marcel Correia, der zuletzt zwei Mal 90 Minuten lang auf der Bank blieb, hat auch seinen Anteil daran, dass die Paderborner Startformation der letzten beiden Spiele nur wenige Gemeinsamkeiten mit der prognostizierten ersten Elf aufwies. Neben Torhüter Leopold Zingerle begannen von den erwarteten Stammkräften zuletzt lediglich Sebastian Schonlau in der Innenverteidigung, Kai Pröger auf Rechtsaußen und Denis Srbeny in der Spitze – überdies in einem 4-3-3 anstelle des von Trainer Steffen Baumgart in den letzten Jahren meist favorisierten 4-4-2.

Abzuwarten bleibt freilich, ob Dörfler, Justvan, Schallenberg und Chris Führich ihre Plätze längerfristig behaupten können. Zum einen stehen Vasiliadis, Antwi-Adjei und Okoroji vor ihren Comeback und zum anderen drängen mit Marcel Heller und Marco Terrazzino zwei weitere, sogar nach Transferschluss gekommene Neuzugänge ebenfalls ins Team. Klar ist aber auf jeden Fall, dass Coach Baumgart über einen breiten Kader verfügt, mit dem sich Ausfälle kompensieren lassen und der Variationsmöglichkeiten bietet.