1. FC Heidenheim gegen SV Sandhausen

Analyse, Aufstellung & Quoten zum Spiel am 04.05.2019

Denis Linsmayer vom SV Sandhausen gegen Nikola Dovedan vom FC Heidenheim

Nikola Dovedan (r.) will mit dem FCH nochmal die Aufstiegsränge angreifen. ©Imago images/Jan Huebner

Nach der 1:3-Niederlage beim SC Paderborn sind die Chancen des 1. FC Heidenheim auf den Aufstieg angesichts von vier Punkten Rückstand auf den dritten Platz nur noch gering. Dennoch peilt der FCH gegen den SV Sandhausen drei Punkte an. Die Gäste aus der Kurzpfalz zählen derweil zu den formstärksten Teams, sind aber trotz 17 Punkten aus den letzten fünf Spielen noch nicht über den Berg und würden auf der Ostalb gerne nachlegen.

1. FC Heidenheim: Ohne Beermann und Schnatterer

Von den bisherigen 23 Direktduellen entschied Heidenheim zwölf für sich und hat damit die klar bessere Bilanz. Für Sandhausen stehen dagegen bei acht Unentschieden lediglich drei Erfolge zu Buche. In Heidenheim siegte der SVS nur ein einziges Mal und fuhr bei drei Remis siebenmal als Verlierer nach Hause. Inklusive dem 2:0-Heimsieg in der vergangenen Saison und dem 2:1-Auswärtssieg im Hinspiel gingen die letzten drei Begegnungen alle an den FCH.

Ob die Begegnung in Paderborn ohne die verletzungsbedingten Auswechslungen von Timo Beermann (Muskelfaserriss) und Marc Schnatterer (Rückenblessur) noch vor der Pause anders gelaufen wäre, wird sich nie final klären lassen. Fakt ist aber, dass beide Eckpfeiler kaum zu ersetzen sind und nun auch gegen Sandhausen Lücken reißen.

Anstelle von Beermann könnte wie in Paderborn Youngster Tobias Reithmeir gemeinsam mit Patrick Mainka die Innenverteidigung bilden. Denkbar ist aber auch, dass Allrounder Norman Theuerkauf ins Zentrum rückt und dafür der vergangene Woche krankheitsbedingt im Kader fehlende Arne Feick die linke Abwehrseite übernimmt.

Für Schnatterer kehrt unterdessen Nikola Dovedan, der in Paderborn wegen Knieproblemen ebenfalls schmerzlich vermisst wurde, zurück. Der Österreicher könnte zusammen mit Robert Andrich hinter eine Doppelspitze bestehend aus Robert Glatzel und Denis Thomalla agieren. Vorstellbar sind Dovedan und Andrich aber auch in einer offensiven Dreierreihe hinter Mittelstürmer Glatzel. Für die in diesem Fall freie Flügelposition gäbe es mit Maximilian Thiel, Maurice Multhaup, Tim Skarke und Robert Leipertz einige Optionen.

SV Sandhausen: Förster und Kister verlängern die Liste der Ausfälle

Dass der SV Sandhausen in den vergangenen Wochen von Erfolg zu Erfolg eilte, ist umso bemerkenswerter, da reihenweise wichtige Akteure weggebrochen sind. Mit Fabian Schleusener, Markus Karl, Stefan Kulovits, Maximilian Jansen und Sören Dieckmann fallen gleich fünf Profis schon seit längerem und jeweils bis zum Saisonende aus.

Die Liste der Ausfälle, die durch das Comeback von Rurik Gislason nach einer Muskelverletzung am vergangenen Wochenende vor dem 3:2 gegen Holstein Kiel nur kurzzeitig kürzer geworden ist, wurde nun nochmal um zwei Namen verlängert. Während für Tim Kister die Saison nach einem abermaligen Mittelfußbruch ebenfalls gelaufen ist, verpasst Philipp Förster die Partie in Heidenheim aufgrund der zehnten gelben Karte.

Im Vergleich zur Partie gegen Kiel wird in der Innenverteidigung wohl Jesper Verlaat anstelle von Kister neben Aleksandr Zhirov auflaufen. Tim Knipping wäre die zweite Alternative. Mehrere Optionen bieten sich Trainer Uwe Koschinat auch, um Förster zu ersetzen. Belässt es der Coach beim zuletzt praktizierten 4-4-2 wären Nejmeddin Daghfous und Korbinian Vollmann die ersten Kandidaten für den linken Flügel.

Wahrscheinlicher aber ist, dass Koschinat das zentrale Mittelfeld mit Erik Zenga als drittem Sechser neben Denis Linsmayer und Emanuel Taffertshofer verdichtet. Bei dieser Variante würde Gislason etwas offensiver agieren und mit Andrew Wooten sowie Kevin Behrens die Angriffsreihe bilden.

Tipps & Quoten zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Samstag, 13 Uhr), Free-TV-Highlights ab 18.30 Uhr in der ARD-Sportschau. Kommentator: Ulli Potofski

Unser abschließender Wett Tipp:

Heidenheim will die nur noch kleinen Aufstiegschancen vor eigenem Publikum zumindest wahren. Das scheint möglich, da Sandhausen zwar dank der letzten Erfolge selbstbewusst, aber auch stark ersatzgeschwächt anreist. »Jetzt mit 2.20-Quote bei Interwetten auf Heidenheim-Sieg tippen.