Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.2020 | 09:37
Setzt sich Mockenhaupt gegen Selke durch? Unser Tipp: Red Bull Leipzig gewinnt gegen FCK

Duell auf Augenhöhe? Lautern will Selkes RB Leipzig einen harten Kampf liefern. © Imago

Wenn der 1. FC Kaiserslautern zum Abschluss des 31. Spieltages RB Leipzig erwartet, geht es für die Roten Teufel trotz der Möglichkeit, noch den einen oder anderen Tabellenplatz gut zu machen, nicht mehr um viel, aber dennoch steckt die Partie voller Brisanz. Zum einen wegen der Gegensätzlichkeit beider Vereine und zum anderen wegen des ersten Auftritts des Lauterer Eigengewächses Willi Orban an alter Wirkungsstätte im RB-Trikot.

Orban, der sich auf einen wenig freundlichen Empfang einstellen muss, will derweil mit seiner Mannschaft einen wichtigen Dreier auf dem Weg in die Bundesliga einfahren. Es wäre Leipzigs erster Sieg gegen den FCK nach zwei Unentschieden in der vergangenen Saison und einer 0:2-Heimpleite im Hinspiel dieser Spielzeit.

Rote Teufel mit Positivtrend

RB Leipzig hat nach sieben Heimsiegen in Folge am vergangenen Wochenende überraschend vor eigenem Publikum mit 0:1 gegen den SV Sandhausen und damit drei der letzten sechs Spiele verloren. Insgesamt war es schon die vierte Pleite der Roten Bullen im Jahr 2016, wobei es die ersten drei auf gegnerischem Platz setzte. Bemerkenswert ist, dass es bei Leipzig seit dem neunten Spieltag stets hopp oder top heißt. Seitdem gab es in Spielen der Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick kein Unentschieden mehr.

Nach fünf Niederlagen in Folge vom 23. bis 27. Spieltag ging in Kaiserslautern plötzlich die Angst vor dem Sturz in die Drittklassigkeit um. In dieser Situation gelang den Roten Teufeln ein zwar glücklicker, aber enorm wichtiger 2:0-Erfolg gegen den SV Sandhausen, dem ein 0:0 gegen den Karlsruher SC und ein 1:0-Sieg bei Arminia Bielefeld folgten.

Przybylko wohl von Anfang an

Mit seinem Jokertor zum 1:0-Sieg an alter Wirkungsstätte bei Arminia Bielefeld hat Kacper Przybylko die Weichen für den 1. FC Kaiserslautern klar auf endgültigen Klassenerhalt gestellt und sich gleichzeitig gute Chancen auf einen Platz in der Startelf gegen Leipzig verschafft, nachdem er zuvor nach 90 Minuten auf der Bank beim 0:0 gegen den Karlsruher SC noch reichlich frustriert war.

Przybylko dürfte nun beginnen und das mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Seite von Jon Dadi Bödvarsson, der in seinen ersten Monaten in der Pfalz zwar noch nicht als ausgewiesener Torjäger in Erscheinung getreten ist, der Mannschaft aber mit seiner Spielweise dennoch weiterhilft.

Der Einbau Przybylkos wird vermutlich innerhalb der Mannschaft zu Verschiebungen führen. So könnte der zuletzt zentral offensiv aufgebotene Alexander Ring für Jean Zimmer auf die rechte offensive Außenbahn rücken und Zimmer dafür Sascha Mockenhaupt als Rechtsverteidiger verdrängen.

Fragezeichen hinter Klostermann

Gegen Sandhausen entschied sich Leipzigs Trainer Ralf Rangnick für Davie Selke neben Yussuf Poulsen und damit nach längerer Zeit wieder für zwei Angreifer. Selke, der zuvor beim 3:1-Sieg in Düsseldorf als Joker getroffen hatte, konnte seine Chance allerdings nicht nutzen und muss in Kaiserslautern vermutlich zunächst wieder auf die Bank.

Wahrscheinlich ist, dass sich Rangnick dafür für das bewährte 4-2-3-1 und gegen ein ebenfalls mögliches 4-1-4-1 entscheidet. Für Selke würde damit Diego Demme in die Startelf zurückkehren und gemeinsam mit Stefan Ilsanker die Doppelsechs bilden, während Kapitän Dominik Kaiser wieder klarer der offensiven Dreierreihe mit Marcel Sabitzer und Emil Forsberg zugeordnet werden dürfte.

Fraglich ist unterdessen der Einsatz von Lukas Klostermann, der unter der Woche wegen muskulären Problemen am Oberschenkel nicht voll trainieren konnte. Fällt Klostermann aus, würde wohl Georg Teigl die rechte Abwehrseite übernehmen.

Wett Tipps zum Spiel

Kaiserslautern scheint Leipzig mit Blick auf die bisherigen drei Begegnungen (zwei Remis, eine Niederlage) nicht wirklich zu liegen und nach dem die Roten Bullen in den vergangenen Monaten auswärts nicht immer souverän aufgetreten sind, halten wir es durchaus für möglich, dass der FCK den Tabellenzweiten erneut ärgern kann. Auch, weil der Betzenberg wegen der ausgeprägten Abneigung gegenüber Leipzig brodeln wird. Hier mit der Quote 2,05 auf Doppelte Chance 1X wetten!

Leipzig stellt mit erst 29 Gegentreffern die beste Abwehr der Liga, während der FCK dreimal in Folge die Null gehalten hat. Es spricht daher vieles für eine eher torarme Partie und eine Wette mit der Quote 1,85 von Bet3000 auf Under 2,5 scheint nicht die schlechteste Wahl.

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go und bei Sport 1 (Anstoß: Montag, 20.15 Uhr)