MSV Duisburg gegen Darmstadt 98

Analyse, Aufstellung & Quoten zum Spiel am 01.02.2019

Serdar Dursun

Serdar Dursun erzielte im Hinspiel (3:0) den zweiten Lilien-Treffer © Imago / Eibner

Nach einem Zwischenspurt im Anschluss an den Trainerwechsel von Ilia Gruev zu Torsten Lieberknecht ist der MSV Duisburg seit Dienstag wieder am Tabellenende angekommen. Fünf Niederlagen in Folge bereiten Fans und Verantwortlichen der Zebras verständlicherweise große Sorgen. Vor dem Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98, der sich mit einem 2:1 gegen den FC St. Pauli Luft verschafft hat, lastet nun bereits enormer Druck auf dem MSV.

MSV Duisburg: Andreas Wiegel fehlt gesperrt

Beide Vereine trafen bisher 24-mal aufeinander. Mit elf Siegen hat Darmstadt die leicht bessere Bilanz bei fünf Unentschieden und acht Duisburger Erfolgen. In Duisburg allerdings hat der MSV mit fünf Siegen bei drei Remis und vier Lilien-Erfolgen die Nase knapp vorne. Vergangene Saison verloren die Zebras zu Hause mit 1:2, siegten dafür aber in Darmstadt mit dem gleichen Ergebnis. Im Hinspiel dieser Saison setzte es dort aber ein klares 0:3.

Die Mannschaft lebt. (Torsten Lieberknecht)

Mit dem 1:2 im Revierderby beim VfL Bochum hat der MSV den Start ins neue Jahr zwar verpatzt, aber dennoch war Trainer Lieberknecht auf der Pressekonferenz nach dem Spiel nur mit dem Ergebnis durchweg unzufrieden: "Die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass die Mannschaft lebt und heute auch in der Lage war dieses Spiel nach dem Rückstand zu drehen", so der MSV-Coach, nach dessen Einschätzung nicht die schlechtere Mannschaft verloren hat.

Lieberknecht weiß aber natürlich auch, dass letztlich nur Punkte zählen und schon gegen Darmstadt ein Sieg praktisch Pflicht ist. Bei dieser Mission ist eine Änderung auf der rechten Abwehrseite unausweichlich, da Andreas Wiegel gelbgesperrt ausfällt. Routinier Enis Hajri dürfte erste Wahl als Ersatz sein.

Ansonsten sind eher keine Umstellungen zu erwarten. Mit den in Bochum noch gesperrten John Verhoek und Stanislav Iljutcenko stehen aber zwei zusätzliche Alternativen für den Angriff parat. Anders als Sebastian Neumann, Borys Tashchy, Christian Gartner und Joseph Baffoe, die weiter fehlen.

SV Darmstadt 98: Mit oder ohne Kempe und Medojevic?

Gleich auf drei Spieler, denen gute Chancen auf einen Platz in der Startelf zugeschrieben worden waren, musste der SV Darmstadt am Dienstag gegen St. Pauli relativ kurzfristig verzichten. Sandro Sirigu fehlte wegen muskulären Problemen, Tobias Kempe aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung und Slobodan Medojevic wegen einer Knieprellung.

Zumindest Kempe und Medojevic standen am Mittwoch aber bereits wieder auf dem Trainingsplatz und könnten Optionen für die Partie in Duisburg sein. Nach dem Erfolg über St. Pauli muss Trainer Dirk Schuster allerdings nicht ins Risiko gehen und könnte auch weitgehend der gleichen Anfangsformation erneut das Vertrauen schenken.

Denkbar ist aber, dass der erst kurz vor dem Spiel am Dienstag verpflichtete Patrick Herrmann auf der rechten Abwehrseite, für die Sirigu weiter nicht zur Verfügung steht, Tim Rieder verdrängt. Der erst am Mittwoch unter Vertrag genommene Mathias Wittek dürfte dagegen eher noch kein Thema sein.

Im defensiven Mittelfeld haben unterdessen in Abwesenheit von Medojevic Yannick Stark und der nach 69 Minuten rotgefährdet ausgewechselte Neuzugang Victor Palsson ihre Sache gute gemacht. Und auf der Zehner-Position, die wohl ein fitter Kempe besetzt hätte, hat Marvin Mehlem nicht nur bei der Vorlage zum 1:1-Ausgleich durch Marcel Heller Akzente gesetzt.

Letzteres gelang mit dem sehenswerten Assist zum Siegtor durch Serdar Dursun nach seiner Einwechslung auch Felix Platte, der sich aber in der Offensive wohl ebenso wieder hinten anstellen muss wie Sören Bertram, der nur ein gut 20-minütiges Pflichtspieldebüt im neuen Trikot feiern durfte.

Tipps zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Freitag, 18.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 22.15 Uhr bei Sky Sport News HD und Sport 1. Kommentator: Ulli Potofski