Veröffentlicht: Mittwoch, 04.05.2016 | 17:37
Atinc Nukan vor Dimitris Diamantakos

Verhindert Dimitris Diamantakos die Leipziger Aufstiegsfeier? © Imago

Zwei Punkte fehlen RB Leipzig noch, um den Aufstieg perfekt zu machen und dem SC Freiburg in die Bundesliga zu folgen. Mit einem Sieg gegen den Karlsruher SC könnten die Roten Bullen im letzten Heimspiel der Saison die letzten Zweifel beseitigen und sich ein mögliches Endspiel beim dann sicherlich mit harten Bandagen um den Klassenerhalt kämpfenden MSV Duisburg ersparen.

Ob der KSC auf der anderen Seite das Zeug dazu hat als Spielverderber aufzutreten, ist derweil eher fraglich. Das Montagsspiel gegen den SV Sandhausen wurde zwar klar mit 3:0 gewonnen, was aber nur bedingt über einen müden Kick ohne letzten Willen auf beiden Seiten hinwegtäuschen konnte. Verübeln kann man das den Badenern freilich nicht nicht, geht es am Ende einer langen Saison, vor der aufgrund der Relegation im vergangenen Sommer keine optimale Vorbereitung stand, doch nicht mehr um wirklich viel.

Nervosität vor dem finalen Schritt?

An den ersten 20 Spieltagen kassierte Leipzig nur zwei Niederlagen. Seitdem musste sich die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick aber bei zwei Unentschieden und sechs Siegen schon viermal geschlagen geben. Aktuell deuten drei sieglose Spiele in Folge gegen den SV Sandhausen (0:1), beim 1. FC Kaiserslautern (1:1) und gegen Arminia Bielefeld (1:1) auf eine gewisse Nervosität vor dem letzten Schritt hin, zumal sowohl in Kaiserslautern als auch gegen Bielefeld Führungen verspielt wurden.

Der KSC musste sich zwar vornehmlich wegen zu vieler Unentschieden im eigenen Stadion schnell vom Traum von einer Aufholjagd in Richtung Aufstiegsplätze verabschieden, kann aber dennoch auf eine ordentliche Rückrunde zurückblicken. So verlor die Mannschaft des scheidenden Trainer Markus Kauczinski nur eines der letzten neun Spiele bei vier Remis und vier Siegen.

Ilsanker und Orban wieder dabei

Gegen Bielefeld sah Leipzigs Trainer Rangnick seine Elf zwar individuell überlegen, aber dennoch keinen Sieg gegen einen kampfstarken und gut verteidigenden Gegner. Eine ähnliche Aufgabe erwartet die Roten Bullen nun auch gegen den KSC, die Rangnick aber wahrscheinlich auf mindestens zwei Positionen verändert angehen wird.

So kehren Willi Orban und Stefan Ilsanker nach verbüßten Sperren aller Voraussicht nach in die Innenverteidigung und ins defensive Mittelfeld zurück. Atinc Nukan und Rani Khedira müssen wohl weichen.

Im Bereich des Möglichen ist indes auch, dass sich Rangnick für eine offensivere Marschroute mit Davie Selke als zweiter Spitze und nur einem Sechser entscheidet. In diesem Fall müsste Ilsanker vermutlich zunächst auf die Bank.

Prömel und Yamada empfehlen sich

KSC-Coach Markus Kauczinski hat vor den letzten beiden Spielen sechs und vier Veränderungen an seiner Startelf vorgenommen. Nur in den wenigsten Fällen waren Sperren oder Verletzungen der Grund dafür. Vielmehr ist Kauczinski bemüht darum, die Spannung so gut wie möglich hochzuhalten, was freilich mit jedem mehr oder weniger bedeutungslosen Spiel schwieriger werden dürfte.

Beim 3:0 über Sandhausen haben vor allem die eingewechselten Grischa Prömel mit einem Tor und Hiroki Yamada mit einem perfekten Assist Eigenwerbung betrieben. Beide könnten für Dimitrij Nazarov und Mohamed Gouaida in die erste Elf rutschen.

Durchaus Kandidaten für die Startelf sind auch Enrico Valentini und Manuel Gulde, wobei deren Vertreter Sascha Traut und Daniel Gordon zuletzt aber das Vertrauen von Coach Kauczinski rechtfertigen konnten. Und auch Dominic Peitz, der seine Gelbsperre abgesessen hat, ist wieder eine Option

Wett Tipps zum Spiel

Leipzig hat zuletzt zwar geschwächelt, doch die Qualität der Mannschaft von Trainer Rangnick ist so hoch, dass wir nicht am Aufstieg zweifeln. Gegen den KSC machen die Roten Bullen alles klar. Hier mit der Quote 1,45 auf einen Leipziger Heimsieg setzen!

Leipzig hat die Bundesliga vor Augen und mit dem Karlsruher SC einen Gegner vor der Brust, der kaum noch die letzte Entschlossenheit an den Tag legen wird. Gelingt es den Roten Bullen, relativ früh in Führung zu gehen, dürfte im Stadion Euphorie entstehen und ein klarer Sieg wäre möglich. Auch, weil Leipzig sechs der letzten neun Heimspiele mit mindestens zwei Toren Differenz gewonnen hat, ist eine Wette auf Heimsieg bei Handicap 0:1 und mit der Quote 2,20 sehr interessant.

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Sonntag, 15.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 19 Uhr bei Hattrick – die 2. Bundesliga (Sport 1)