Veröffentlicht: Sonntag, 24.04.2016 | 12:22
Setzt sich Bouhaddouz gegen Ballas durch? Unser Tipp: Sandhausen gewinnt gegen FSV Frankfurt

Abschiedstour. Aziz Bouhaddouz geht in sein vorletztes Heimspiel beim SVS. © Imago

Es ist für die meisten Experten keine ganz große Überraschung, dass der SV Sandhausen und der FSV Frankfurt vor ihrem Duell am 31. Spieltag noch nicht endgültig gerettet sind, wurden beide doch schon vor der Saison zum Kreis der Abstiegskandidaten gezählt. Sandhausen steht allerdings mit 36 Punkten kurz davor, alles klar zu machen und könnte bei optimalem Verlauf schon nach dem Spiel gegen Frankfurt feiern. Auf die Bornheimer wartet derweil wohl Abstiegskampf bis zum Schluss, wobei drei Punkte in Sandhausen die Situation deutlich verbessern würden.

Frankfurts Talfahrt besorgniserregend

Der SV Sandhausen hat sieben der letzten neun Spiele verloren, doch dank des guten Saisonstarts mit zwei 1:0-Siegen in dieser Phase gegen Fortuna Düsseldorf und zuletzt überraschenderweise bei RB Leipzig dennoch die Weichen auf vorzeitige Rettung stellen können. Auch, um die Planungen für die neue Saison vorantreiben zu können, soll nun der Deckel drauf gemacht werden.

Der FSV Frankfurt hat mit 19 Punkten aus den ersten zwölf Spielen ebenfalls einen guten Start hingelegt, doch dann aus den folgenden 18 Begegnungen nur noch zehn Zähler geholt. Der Trend der Bornheimer ist damit besorgniserregend und konnte auch vom neuen Trainer Falko Götz noch nicht umgekehrt werden. Der Götz-Einstand ging mit dem 0:2 gegen den SC Paderborn vollends daneben, sodass nun aus den letzten sechs Partien fünf Niederlagen und nur ein Punkt zu Buche stehen.

Hübner gesperrt – Duo kehrt zurück

Nach einem Sieg bei einem der Top-Teams und einer geschlossen guten Leistung ändern Trainer an ihrer Startelf in der Regel nichts, doch Sandhausens Coach Alois Schwartz kommt nicht umhin, sein Team umzubauen. Grund dafür ist das Fehlen von Florian Hübner, der in Leipzig die zehnte gelbe Karte gesehen hat. Da trifft es sich aber gut, dass Tim Kister nach einer Gelbsperre zurück ist und mit Seyi Olajengbesi die Innenverteidigung bilden kann.

Ebenfalls eine Gelbsperre abgesessen hat Philipp Klingmann, der allerdings nicht automatisch auf die rechte Abwehrseite zurückkehren wird. Vielmehr ist gut möglich, dass Marco Thiede nach seinem ordentlichen Auftritt in Leipzig erneut als Rechtsverteidiger ran darf.

Erst einmal ihre Plätze verloren haben wohl auch die lange Zeit gesetzten Denis Linsmayer und Andrew Wooten, an deren Stelle Damian Roßbach im zentralen und Thomas Pledl im rechten Mittelfeld zu gefallen wussten. Wohl noch weiter gedulden muss sich Jakub Kosecki, der sich laut Trainer Schwartz aber ebenso wie die lange Zeit verletzten Steven Zellner, Erik Zenga und José Pierre Vunguidica in der vergangenen Trainingswoche wieder ein Stück näher an die Startelf heranarbeiten konnte.

Mehr Durchschlagskraft mit Kapllani?

Drei Änderungen hat Falko Götz vor seinem ersten Spiel als FSV-Coach vorgenommen und die neu ins Team gerückten Lukas Gugganig, Manuel Konrad und Denis Epstein enttäuschten im Vergleich zu vielen ihrer Kollegen gegen Paderborn zumindest nicht völlig.

Während dieses Trio wohl erneut ran darf, sind weitere Wechsel sehr wahrscheinlich. So lieferte Zsolt Kalmar zum wiederholten Mal eine nervöse und letztlich ganz schwache Leistung ab, sodass Mario Engels im rechten Mittelfeld eine neue Chance winkt. Auf der linken Außenbahn scheint derweil denkbar, dass Epstein mit Ehsan Haji Safi die Position tauscht und eine Reihe nach vorne rückt, wo der Iraner gegen Paderborn keinerlei Akzente setzen konnte.

Und im Angriff ist nicht ausgeschlossen, dass Routinier Edmond Kapllani eine neue Chance erhält, nachdem sich der junge Taiwo Awoniyi zwar sehr einsatzfreudig, aber auch ineffektiv gezeigt hat. Dass sich Götz in den vergangenen Tagen besonders intensiv mit Kapllani beschäftigt hat, deutet auf jeden Fall darauf hin, dass der Albaner in seinen Überlegungen eine größere Rolle einnimmt.

Wett Tipps zum Spiel

Beim 0:2 gegen Paderborn war von einem positiven Effekt des Trainerwechsels beim FSV Frankfurt nichts zu spüren. Die Hoffnung, dass es in Spiel zwei unter Falko Götz aufwärts geht, ist aber vorhanden und wird genährt durch die nicht wirklich prickelnde Sandhäuser Rückrunde mit nur zehn Punkten aus 13 Spielen. Der FSV bringt es zwar sogar nur auf sieben, hat aber insgesamt 19 von 29 Punkten auswärts geholt, was ein weiterer Mutmacher ist. Wir glauben, dass die Bornheimer zumindest nicht verlieren und raten zur Wette auf Doppelte Chance X2 mit der Quote 1,65 bei Bet3000.

Mit nur neun Toren in den letzten 13 Spielen stellt Sandhausen die schwächste Rückrunden-Offensive und weil auch die 14 Frankfurter Treffer in diesem Zeitraum kein Ruhmesblatt darstellen, halten wir einen Tipp darauf, dass nicht beide Mannschaften treffen mit der Quote 1,90 für nicht allzu gewagt.

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Sonntag, 13.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 19 Uhr bei Hattrick – die 2. Bundesliga (Sport 1)