Darmstadt 98 zittert um Rapp

Defensiv-Allrounder gegen Düsseldorf fraglich

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 02.12.2020 | 11:06
Nicolai Rapp bejubelt seinen Treffer gegen Nürnberg.

Hinter einem Einsatz von Nicolai Rapp steht ein Fragezeichen. ©imago images/Jan Huebner

Als letztem Zweitligisten gelang Darmstadt 98 am vergangenen Wochenende endlich der erste Heimsieg. Lange Zeit, sich auf dem klaren 4:0 über Braunschweig auszuruhen, bleibt aber nicht. Bereits am Freitag sind die „Lilien“ auswärts in Düsseldorf gefordert. Dort drohen Trainer Markus Anfang erneut Umbauarbeiten an der Defensive.

„Nicolai Rapp ist mit Wadenproblemen angeschlagen. Bei ihm müssen wir abwarten. Gerade mit Blick auf die folgenden Englischen Wochen müssen wir vorsichtig sein“, will Anfang bei der Leihgabe von Union nicht unnötig ins Risiko gehen, wie er bei der Pressekonferenz am Mittwoch sagte.

Rückkehr zur Viererkette möglich

Gegen die Eintracht hatte der 46-Jährige erstmals eine Dreierkette ins Rennen geschickt, bestehend aus Rapp auf rechts, Lars Lukas Mai links und Immanuel Höhn in der Zentrale. Zwar wurde diese Kette vom Gegner nicht wirklich auf die Probe gestellt, sorgte aber eben auch dafür, dass Darmstadt zum zweiten Mal in dieser Saison zu Null spielte.

Sollte Anfang auch in dieser Formation gegen die Fortuna antreten und bei Rapp das Risiko meiden, dürfte Patric Pfeiffer erster Anwärter auf den freigewordenen Platz sein. Da so aber keine gelernte Alternative mehr auf der Bank Platz nehmen kann, scheint auch die Rückkehr zu einer Viererkette nicht ganz abwegig.

Soll es nicht die Rückkehr zum bislang praktizierten 4-1-4-1-System sein, wäre auch ein zweiter „Sechser“ an der Seite des gegen Braunschweig überzeugenden Fabian Schnellhardt eine Möglichkeit. So könnten die „Lilien“ das Zentrum bereits eine Position weiter vorne verdichten. Adrian Stanilewicz als klassischer Abräumer wäre hier ebenso eine Option wie der etwas spielstärker einzuschätzende Seung-ho Paik.

Letztgenanntes Element ist gegen Düsseldorf nicht zu unterschätzen. Im eigenen Stadion präsentierte sich die Fortuna bislang äußerst abgezockt, ließ in vier Partien nur zwei Gegentore zu und benötigte lediglich fünf eigene Treffer für drei Siege bei einem Remis.