Fortuna Düsseldorf: Der Kampf um die Nummer eins ist eröffnet

Florian Kastenmeier, Raphael Wolf und vielleicht Mister X?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 23.08.20 | 07:27
Raphael Wolf

Will zurück ins Fortuna-Tor: Raphael Wolf. © imago images / Revierfoto

Drei Wochen bleiben Fortuna Düsseldorf noch bis zum Erstrundenspiel im DFB-Pokal beim FC Ingolstadt (11. bis 14. September), dem am 18. September der Zweitliga-Auftakt beim Hamburger SV folgt. Bis dahin warten noch intensive Tage und Wochen auf die Verantwortlichen um Sportvorstand Uwe Klein, gilt es doch den Kader nach zahlreichen Abgängen noch in verschiedenen Bereichen zu optimieren.

Wohl eher nichts mehr passieren wird in Sachen Neuzugänge im Tor, obwohl mit dem von Manchester City nur ausgeliehenen Zack Steffen und mit Michael Rensing, dessen Vertrag ausgelaufen ist, zwei Keeper den Verein verlassen haben.

Dennoch stehen mit Florian Kastenmeier, der sich in der Rückrunde der Abstiegssaison in Abwesenheit des verletzten Steffen zur Nummer eins aufgeschwungen hat, und Routinier Raphael Wolf zwei Torhüter mit dem Anspruch zu spielen, zur Auswahl. Hinzu kommt als derzeitige Nummer drei der 18-jährige Dennis-Adam Gorka, der für die erste Elf aber zumindest kurzfristig noch kein Thema sein dürfte.

Entscheidung erst kurz vor dem Start

Kastenmeier lieferte in der Rückrunde zwar überwiegend ordentliche bis gute Leistungen ab, hat seinen Platz aber nicht sicher. Vielmehr machte Trainer Uwe Rösler nun in Bild deutlich, dass es zwischen dem 23-Jährigen und dem neun Jahre älteren Wolf, dem nach langer Leidenszeit in Folge einer Virusinfektion längst wieder voll belastbaren Aufstiegskeeper der Saison 2017/18 einen offenen Zweikampf geben wird: „Wir haben vereinbart, mit drei Torhütern durch die Vorbereitung zu gehen. Die zwei Etablierten Rapha und Flo sollen die gleichen Spielzeiten bekommen in den Tests.“

Eine Entscheidung basierend auf den Eindrücken in den Testspielen und im Training soll dann erst kurz vor dem Saisonstart fallen, womöglich auch erst nach dem Pokalspiel. Nicht gänzlich ausgeschlossen ist indes, dass doch noch ein weiterer Schlussmann zum Kader stößt. „Bis jetzt ist nichts geplant – weil ich beiden zutraue, dass sie eine sehr gute Rolle in der 2. Liga zu spielen“, erklärte Rösler zwar einerseits, verwies andererseits aber auch auf das bis 5. Oktober geöffnete Transferfernster und deutete damit zwischen den Zeilen an, gegebenenfalls mit einem Neuzugang reagieren zu wollen, sollten Wolf und Kastenmeier nicht im erhofften Umfang überzeugen.