Fortuna Düsseldorf: Ein polnisches Duo als Erfolgsfaktor?

Jakub Piotrowski ist der erste Neuzugang

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 29.07.20 | 07:08
Uwe Rösler

Setzt große Hoffnungen in sein neues, polnisches Duo: Uwe Rösler. © imago images / Poolfoto

Am zweiten Tag der Vorbereitung auf die neue Saison hat Fortuna Düsseldorfs Trainer Uwe Rösler seine Schützlinge am gestrigen Dienstag in Kleingruppen zum Laktattest in die Leichtathletikhalle des Arena-Sportparks gebeten. Bei jener gemeinhin unter Profis wenig beliebten Einheit mischte mit Jakub Piotrowski auch der erste Neuzugang mit, der später dann auch offiziell vorgestellt wurde.

Der 22 Jahre alte Pole, der im zentralen Mittelfeld sowohl als Sechser als auch als Achter eingesetzt werden kann, wechselt vom KRC Genk nach Düsseldorf und unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. Über die Ablöse vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. Laut der Rheinischen Post soll diese aber  im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich liegen.

Der elfmalige polnische U21-Nationalspieler, der sich auf der vereinseigenen Webseite selbst als „klassischen Box-to-Box-Spieler“ bezeichnet, soll den Konkurrenzkampf im Mittelfeldzentrum mit Adam Bodzek, Alfredo Morales und Marcel Sobottka sowie eventuell auch Leihrückkehrer Gökhan Gül anheizen. Überdies besteht bei der Fortuna die Hoffnung, dass nach der Ankunft von Piotrowski auch dessen Landsmann Dawid Kownacki aufblühen wird.

Kownacki hinter den Erwartungen

„Wir hoffen, dass Dawid durch die Verpflichtung von Jakub einen zusätzlichen Push bekommt. Ohnehin erwarten wir dieses Jahr sehr viel von Dawid“, macht Trainer Rösler gegenüber der „Rheinischen Post“ keinen Hehl daraus, besondere Hoffnungen in sein polnisches Duo zu setzen. Beide, die sich aus der polnischen U21 kennen, haben allerdings sicher kein optimales Jahr hinter sich.

Während Piotrowski für Genk und ab dem Winter auf Leihbasis für Waasland Beveren lediglich auf elf Einsätze in der freilich im März auch frühzeitig abgebrochenen Jupiler Pro League kam, wurden für Kownacki zwar 20 Bundesliga-Spiele verzeichnet, doch lediglich elf von Anfang an. Der sechsfache A-Nationalspieler, für den die Fortuna mit insgesamt rund acht Millionen Euro an Sampdoria Genua bezahlt haben soll, blieb dabei aber gänzlich ohne Torbeteiligung und damit weit hinter den Erwartungen. Das soll sich an der Seite von Piotrowski und ohne das Verletzungspech, das Kownacki immer wieder auch heimsuchte, künftig ändern.