Fortuna Düsseldorf: Erleichterung, aber noch viel Luft nach oben

Später Sieg verhindert wohl eine noch intensivere Trainerdiskussion

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 05.12.20 | 11:12
Uwe Rösler

Kann wohl erst einmal durchatmen: Uwe Rösler. © imago images / Poolfoto

Lange sah es am Freitagabend nicht nach einem Happy End für Fortuna Düsseldorf aus, ehe in der Schlussphase gegen Darmstadt 98 begünstigt durch Nachlässigkeiten der über weite Strecken überlegenen Gäste doch noch ein unter dem Strich schmeichelhafter 3:2-Sieg glückte. Ein Sieg, der nach der 0:5-Klatsche am Montag beim VfL Bochum insbesondere für Trainer Uwe Rösler enorm wichtig war, der in den kommenden Tagen ansonsten wohl wieder Gegenstand von öffentlichen Diskussionen geworden wäre.

„ Meine Mannschaft hat unglaubliche Mentalität bewiesen. ”
Uwe Rösler

Im Wissen darum wandte sich Rösler in seinem Statement auf der vereinseigenen Webseite auch direkt mit lobenden Worten ans Team: „Wir waren insgesamt nicht die bessere, aber die mental stärkere Mannschaft. Meine Mannschaft hat unglaubliche Mentalität bewiesen. Dafür bedanke ich mich bei ihr, denn genau das wird uns in den nächsten Spielen helfen. Dieser Sieg war Gold wert.“

Drei Stürmer treffen

Die drei Punkte und die von Rösler hervorgehobene Willensleistung dürfen freilich auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Fortuna gegen einen konsequenteren Gegner schon früh beinahe aussichtslos hätte zurückliegen können und generell im Spiel der Rheinländer abermals vieles Stückwerk war.

Das erfolgreiche Ende weckt freilich auch die Hoffnung auf freiwerdende Kräfte, die in den ausstehenden Spielen bis Weihnachten beim Karlsruher SC, gegen den VfL Osnabrück und beim FC St. Pauli neben weiteren Punkten auch ansprechendere Leistungen mit sich bringen sollen. Gelingt beides, hätte die Fortuna eine schwierige Situation gemeistert und dürfte bei aktuell nur drei Punkten Rückstand auf Platz drei am offiziell ausgegebenen Ziel Wiederaufstieg festhalten – mit Trainer Uwe Rösler.

Dass mit Rouwen Hennings, Kenan Karaman und schließlich Joker Dawid Kownacki gleich drei Stürmer für die zuvor schwächste Offensive der Liga trafen, dient vor dem Jahresendspurt auf jeden Fall als Mutmacher, sollte die Qualität dieses Offensivtrios alleine doch das Faustpfand für eine gute Rolle im weiteren Saisonverlauf sein.