Fortuna Düsseldorf: Keine Diskussion um Uwe Rösler

Klaus Allofs mit Rückendeckung für den Coach

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 26.10.20 | 08:40
Uwe Rösler von Fortuna Düsseldorf

Uwe Rösler steht nach dem Düsseldorfer Fehlstart schon unter Druck. © imago images / Laci Perenyi

Nur die beiden Aufsteiger Eintracht Braunschweig und Würzburger Kickers stehen nach fünf Spieltagen in der Tabelle der 2. Bundesliga noch hinter Fortuna Düsseldorf. Weil Relegationsplatz 16 und vier Punkte aus den ersten fünf Spielen weder zum eigenen Anspruch passen noch zum erst vorvergangene Woche ausgegebenen Saisonziel Bundesliga-Aufstieg, wird die Ursachenforschung rund um den Verein auch medial immer intensiver.

Wenig überraschend rückt dabei verstärkt auch Trainer Uwe Rösler in den Blickpunkt, der trotz sichtbarer Fortschritte der Mannschaft vergangene Saison den Abstieg aus der Bundesliga nicht vermeiden konnte und nun einen Fehlstart hingelegt hat, bei dem gerade im Spiel nach vorne vieles Stückwerk geblieben ist. Generell liest sich Röslers Bilanz mit nur drei Siegen in 20 Ligaspielen als Fortuna-Coach eher dürftig, wenngleich bei zehn Unentschieden auch „nur“ sieben Spiele verloren gingen.

Zwei richtungsweisende Partien vor der Länderspielpause

Dass der Trend negativ ist, weiß mit Klaus Allofs natürlich auch der neue starke Mann bei der Fortuna, der Rösler aber im „kicker“ (Ausgabe 88/2020 vom 26.10.2020) unmissverständlich den Rücken stärkt: „Von unserer Seite gibt es da kein Fragezeichen. Ich erlebe ihn im Training – da stelle ich fest, dass der Trainer die Mannschaft erreicht und weiterentwickelt. Es gibt bei uns keine Diskussion um Uwe Rösler.“

„ Es gibt bei uns keine Diskussion um Uwe Rösler. ”
Klaus Allofs

Allerdings dürfte auch dem Düsseldorfer Vorstand für Fußball & Entwicklung und Kommunikation klar sein, dass zeitnah Erfolge her müssen, um die Situation beruhigen und eine Trainerdiskussion verhindern zu können. Die anstehenden Spiele gegen den 1. FC Heidenheim und den 1. FC Nürnberg darf man deshalb getrost als richtungsweisend bezeichnen.

In der anschließenden Länderspielpause dürfte in jedem Fall eine Aufarbeitung samt Analyse des Saisonstarts erfolgen. Damit sich dann positive und negative Aspekte zumindest die Waage halten, müssen aus den kommenden beiden Partien wohl schon mindestens vier Punkte her.