Fortuna Düsseldorf: Kerem Demirbay als Liendl-Nachfolger? – Auch Interesse an Mohamed Gouaida

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 06.10.20 | 09:35

Nach dem verkorksten Start in die neue Saison mit nur einem Punkt aus vier Spielen gibt es bei Fortuna Düsseldorf auch noch gute Nachrichten. So zog sich Julian Koch am Samstag beim 1:2 gegen den SC Freiburg nicht den befürchteten Riss der Syndesmose zu, sondern erlitt „nur“ eine Knochenstauchung, eine Weichteilquetschung und eine Zerrung des Kapselbandapparates im linken Sprunggelenk.

Nach zwei bis vier Wochen soll der Mittelfeldabräumer wieder einsatzbereit sein, was freilich nichts daran ändert, dass die Verantwortlichen der Fortuna noch nach Verstärkung für die Zentrale suchen. Allerdings weniger mit defensiver Ausrichtung, sondern einen Akteur mit Qualitäten im Offensivspiel, der die Nachfolge von Michael Liendl antreten und gegenüber dem Österreicher im Idealfall eine Verbesserung darstellen soll. Liendls Wechsel zum TSV 1860 München ist zwar noch nicht perfekt, gilt aber nur noch als Formsache.

Demirbay wäre kein Schnäppchen

[ad]Nachdem der ins Auge gefasste Algerier Mehdi Abeid bei Panathinaikos Athen unterschrieben hat, gibt es laut „Bild“ offenbar einen neuen Kandidaten: Kerem Demirbay vom Hamburger SV. Der technisch beschlagene Deutsch-Türke war vergangene Saison an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen und spielte sich zeitweise mit starken Leistungen in den Fokus verschiedener Top-Klubs wie angeblich dem SSC Neapel oder auch Borussia Mönchengladbach. Letztlich holte der HSV das Talent aber zurück, doch beim Bundesliga-Dino spielt der 22-Jährige anders als von allen Beteiligten erhofft derzeit keine Rolle.

Trotz Vertrages bis 2017 ist nun nicht ausgeschlossen, dass der HSV sein Okay zu einem Wechsel Demirbays gibt, der allerdings kein Schnäppchen werden dürfte. Mehr als die für Liendl erwarteten 500.000 Euro wird die Fortuna definitiv auf den Tisch legen müssen, sofern überhaupt eine realistische Chance besteht, denn wenn Demirbay offiziell auf den Markt kommt, werden sicherlich auch andere Interessenten vorstellig. Eine erneute Ausleihe, die finanziell einfacher zu stemmen wäre, ist wohl weder für Demirbay noch den HSV ein Thema.

Demirbay ist indes nicht der einzige Hamburger, der nach Informationen der „Bild“ das Düsseldorfer Interesse geweckt. Auch Offensiv-Allrounder Mohamed Gouaida, den der HSV gerne verleihen würde, soll auf der Liste von Sportchef Rachid Azzouzi stehen, wobei auch mehrere andere Zweitligisten wie der 1. FC Kaiserslautern Interesse haben sollen.

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UPDATE: Anders als vermutet sind der HSV und Demirbay offenbar doch zu einem erneuten Leihgeschäft bereit. Übereinstimmenden Medienberichten wird Demirbay bis Saisonende an die Fortuna ausgeliehen, die allerdings keine Kaufoption erhält.