Fortuna Düsseldorf: Leonardo Koutris arbeitet sich heran

Neuzugang mit erstem Einsatz in der U23

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 08.12.20 | 07:51
Leonardo Koutris

Kam im Sommer von Olympiakos Piräus: Leonardo Koutris. © imago images / ANE Edition

Den Versuch mit Thomas Pledl als linkem Außenverteidiger vor einer Dreierkette brach Uwe Rösler am Freitagabend beim 3:2-Sieg von Fortuna Düsseldorf gegen Darmstadt 98 bereits nach 20 Minuten ab. Weil Pledl große Probleme hatte, seine Seite in den Griff zu bekommen, stellte Rösler auf ein 4-4-2 um und zog Luka Krajnc nach links und ließ Pledl offensiver agieren.

Vollends in den Griff bekam die Fortuna das Spiel zwar auch in der neuen Grundordnung nicht, stand aber insgesamt besser und fuhr letztlich drei Punkte ein. Nichtsdestotrotz steht vor dem Gastspiel am Sonntag beim Karlsruher SC, mit vier Siegen in Folge die Mannschaft der Stunde, wieder die Frage nach der Besetzung der linken Abwehrseite im Raum.

Klar scheint, dass Pledl ebenso kein weiteres Mal in dieser Rolle auflaufen wird wie Kristoffer Peterson, der zuvor beim 0:5 beim VfL Bochum schon nach sechs Minuten wegen einer Notbremse vom Feld musste.

Weil der zu Beginn der Saison trotz ausbaufähiger Leistungen gesetzte Florian Harthertz aufgrund einer Achillessehnenverletzung noch außer Gefecht ist, sind wohl Krajnc und Marcel Sobottka die ersten Alternativen. Letzterer, der vor der Partie in Bochum drei solide Auftritte auf ungewohnter Position hingelegt hat, ist nach überstandenem Infekt wieder fit und könnte nach seiner späten Einwechslung gegen Darmstadt schon in Karlsruhe auch wieder ein Kandidat für die Startelf sein.

Koutris schon bereit für mehr

Auf absehbare Zeit, spätestens wohl im neuen Jahr, soll derweil auch Leonardo Koutris den Kampf um den Stammplatz auf der linken Seite aufnehmen. Der griechische Nationalspieler, der im Sommer von Olympiakos Piräus ausgeliehen wurde, hat sich nach einem im Frühjahr noch als Leihspieler bei RCD Mallorca erlittenen Kreuzbandriss inzwischen herangearbeitet und am Wochenende bei der 0:1-Niederlage der zweiten Mannschaft in der Regionalliga gegen den FC Schalke 04 II sein Comeback gefeiert.

„ Der Trainer muss entscheiden, wann der richtige Moment ist, um mich zu bringen. ”
Leonardo Koutris

Unter den Augen von Rösler stand Koutris 75 Minuten auf dem Platz, betonte gegenüber der Rheinischen Post indes, dass auch 90 Minuten möglich gewesen wären. Zugleich signalisierte der  25-Jährige, auch für sein Debüt in der 2. Bundesliga vorbereitet zu sein: „Der Trainer muss entscheiden, wann der richtige Moment ist, um mich zu bringen. Dann werde ich zu einhundert Prozent bereit sein.“

Ein Einsatz in Karlsruhe direkt von Anfang an, wäre gleichwohl eine Überraschung. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Fortuna bei ihrem Hoffnungsträger kein Risiko eingehen und Koutris eher langsam heranführen wird.