Fortuna Düsseldorf: Mehr Optionen nach der Länderspielpause

Edgar Prib als größter Hoffnungsträger

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 12.11.2020 | 10:00
Edgar Prib im Testspiel gegen Paderborn.

Edgar Prib wartet noch auf sein Zweitliga-Debüt für die Fortuna. ©imago images/Laci Perenyi

Dank der vier Punkte aus den jüngsten beiden Spielen gegen den 1. FC Heidenheim (1:0) und beim 1. FC Nürnberg (1:1) herrscht bei Fortuna Düsseldorf in der aktuellen Länderspielpause weitgehend Ruhe und eine zumindest vorsichtige Zuversicht. Letztere wird auch dadurch genährt, dass Trainer Uwe Rösler schon im nächsten Spiel am 21. November zu Hause gegen den SV Sandhausen voraussichtlich über deutlich mehr personelle Alternativen verfügen wird als zuletzt.

Die derzeit bei ihren Nationalmannschaften weilenden Kenan Karaman (Türkei), Christoph Klarer und Kevin Danso (beide Österreich U21) sollen dann natürlich wieder dabei sein, könnten indes an der Seite anderer Mitspieler auflaufen. So mischen seit Dienstag mit Edgar Prib und Alfredo Morales zwei zentrale Mittelfeldspieler nach überstandenen Zwangspausen im Mannschaftstraining mit, die das Zeug dazu haben, das Fortuna-Spiel auf eine höhere Ebene zu hieven. Insbesondere gilt das für Neuzugang Prib, der die bislang zu häufig vermissten kreativen Elemente einbringen, Führungsaufgaben übernehmen und dem Düsseldorfer Spiel mehr Struktur verleihen soll.

Zentrales Mittelfeld stark umkämpft

Ob es bei Prib gegen Sandhausen schon für die Startelf reicht, bleibt freilich abzuwarten. Aber davon ausgehend, dass der 30-Jährige bei vollständiger Fitness gesetzt sein sollte, bahnt sich ein heißer Kampf um die Plätze an. Zuletzt begannen Adam Bodzek und Jakub Piotrowski als Doppelsechs, für die neben Prib nun auch Morales wieder zur Verfügung steht. Und Marcel Sobottka, zuletzt als Aushilfslinksverteidiger benötigt, dürfte auch zeitnah wieder auf seine eigentliche Position zurückkehren können.

Nicht ausgeschlossen, dass sich Trainer Rösler dann wie beim Pokalspiel in Ingolstadt (1:0) für ein Dreiermittelfeld mit Sobottka als tiefem Sechser sowie Prib und Morales auf den Halbpositionen davor entscheidet. Piotrowski freilich wird seinen Platz kaum freiwillig räumen und auch Youngster Shinta Appelkamp dürfte die Achter-Position besser liegen als die Rolle als zweiter Sechser.

Auch Krajnc vor Rückkehr

Sobottka könnte auch deshalb bald wieder im zentralen Mittelfeld auflaufen, da Neuzugang Leonardo Koutris ebenfalls das Mannschaftstraining aufgenommen hat. Der griechische Nationalspieler, der auf Sicht mit dem aktuell noch an der Achillessehne verletzten Florian Hartherz um den Stammplatz auf der linken Abwehrseite kämpfen soll, ist inzwischen uneingeschränkt belastbar und könnte zeitnah im Fortuna-Trikot debütieren.

Da auch die Rückkehr von Luka Krajnc nach einer Corona-Infektion zu erwarten ist, dürfte der Konkurrenzkampf in den nächsten Wochen quer durch alle Mannschaftsteile Fahrt aufnehmen. Erst recht, wenn sich etwas später auch noch potentiell wichtige Akteure wie Dawid Kownacki und Emmanuel Iyoha zurückmelden.