Fortuna Düsseldorf: Ohne Ayhan und Gjasula in die neue Saison?

Casper De Norre für die linke Abwehrseite im Visier?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 15.07.20 | 07:38
Kaan Ayhan

Weckt vielerorts Interesse: Kaan Ayhan. © imago images / Revierfoto

Die Verantwortlichen von Fortuna Düsseldorf um Trainer Uwe Rösler und Sportvorstand Uwe Klein haben in diesen Tagen reichlich zu tun. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga ist der Abgang von 15 Akteuren fix und noch weitere Spieler könnten sich mittels Ausstiegsklauseln zum Abschied entscheiden. Das gilt neben Matthias Zimmermann vor allem für Kaan Ayhan, der nur schwerlich zu halten sein dürfte.

Nach Informationen der türkischen Zeitung Milliyet soll zum einen Fenerbahce Istanbul um den bisherigen Abwehrchef der Fortuna werben, den zum anderen aber auch Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg auf dem Zettel haben sollen. Mit der Aussicht auf internationalen Fußball, der bei beiden Bundesligisten möglich wäre, dürfte der 25-Jährige schwerlich von einer Zukunft in der 2. Bundesliga zu überzeugen sein. Immerhin winkt der Fortuna für Ayhan noch eine stattliche Ablöse, die im mittleren einstelligen Millionenbereich liegen soll.

Während für Ayhan natürlich auch ein Nachfolger gefunden werden müsste, benötigt die Fortuna auch Verstärkung für das zentrale Mittelfeld, gehören doch Kevin Stöger (noch ohne neuen Verein), Oliver Fink (eigene U23) und Aymen Barkok (Eintracht Frankfurt) künftig nicht mehr dem Kader an. Neben Paterson Chato, der mit seinen Leistungen für den SV Wehen Wiesbaden das Düsseldorfer Interesse auf sich gezogen hat, wurde in den vergangenen Tagen auch Klaus Gjasula als Kandidat gehandelt.

Aktuell kein Linksverteidiger im Kader

Gjasula hat nun zwar seinen Abschied vom SC Paderborn verkündet und offenbar auch schon einen noch nicht bekannten, neuen Klub gefunden, bei dem es sich aber laut dem Westfalen Blatt nicht um die Fortuna handeln soll.

Baustellen gibt es im Düsseldorfer Kader unterdessen noch einige weitere. Etwa die nach den Abgängen von Niko Gießelmann (1. FC Union Berlin), Diego Contento (SV Sandhausen) und Markus Suttner (zurück nach Österreich) verwaiste linke Abwehrseite. Dafür sollen die Rheinländer laut dem belgischen Portal voetbal24.be Casper De Norre vom KRC Genk ins Visier genommen haben.

Der 23-Jährige, für den Genk im Januar 2019 vier Millionen Euro an VV St. Truiden überwiesen hat, war in der in Belgien aufgrund der Corona-Krise abgebrochenen Saison mit 13 Einsätzen bis März kein Stammspieler und könnte deshalb ein Kandidat für einen Wechsel sein. Der ehemalige belgische U21-Nationalspieler, der als Rechtsfuß auf beiden defensiven Außenbahnen eingesetzt werden kann, besitzt allerdings noch einen Vertrag bis 2023 und dürfte schon alleine mit Blick auf die von 18 Monaten geflossene Ablöse nicht ganz billig sein. Sofern konkretes Interesse aus Düsseldorf besteht, könnte indes auch eine Ausleihe zum Thema werden.