Fortuna Düsseldorf: Oliver Fink vor Comeback

Friedhelm Funkel bremst Euphorie um Ihlas Bebou

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 06.07.20 | 15:18
Oliver Fink

Nach zwei Monaten Pause wohl wieder dabei: Oliver Fink © Imago

Vor der Länderspielpause kassierte Fortuna Düsseldorf eine heftige 0:3-Niederlage gegen Dynamo Dresden, für die es aber triftige Gründe gab. Neben einer starken Gästeelf war vor allem die Personalsituation bei den Rheinländern alles andere optimal. Mit den gesperrten Axel Bellinghausen und Kaan Ayhan sowie den verletzten Oliver Fink, Christian Gartner und Marcel Sobottka fehlten gleich fünf Akteure, die allesamt zum engeren Kreis der Stammkräfte zu rechnen sind.

Fink in der Startelf möglich

Am Sonntag beim FC St. Pauli, wo die Fortuna zuletzt zweimal mit 0:4 verloren, kommt ein Comeback für Gartner und Sobottka nach längeren Pausen trotz bereits erfolgter Rückkehr ins Mannschaftstraining zwar auch noch zu früh, doch mit Ayhan und Bellinghausen ist auf jeden Fall zu rechnen. Und auch Kapitän Fink dürfte nach zweimonatiger Zwangspause wegen hartnäckiger Achillessehnenbeschweren die Reise nach Hamburg mitantreten, wenngleich sich Trainer Friedhelm Funkel in der Rheinischen Post noch eher zurückhaltend äußerte: „Möglich, dass Olli auf St. Pauli in unserem Kader steht.“

„ Möglich, dass Olli auf St. Pauli in unserem Kader steht. ”
Friedhelm Funkel

Gut möglich, dass der 34-Jährige, der seit Anfang der Woche beschwerdefrei trainiert, am Millerntor sogar von Beginn an auflaufen und mit Ayhan im 4-1-4-1 das Zentrum der offensiven Viererreihe bilden wird.

Funkel sieht Bebou noch nicht am Ende seiner Entwicklung

Auf dem rechten Flügel wird derweil Ihlas Bebou erwartet, der mit der Nationalmannschaft des Togo unterwegs war und nun an seine guten Leistungen im ersten Saisondrittel anknüpfen will. Trainer Friedhelm Funkel geht der Hype um den 22-Jährigen, der schon im Notizblock einiger Bundesligisten stehen soll, allerdings zu weit: „Es gab auch zwei, drei Spiele, in denen er kaum zu sehen war. Ihlas hat sich sensationell entwickelt, aber er wird auch übertrieben gefeiert. Ihm fehlt noch eine Menge in Sachen Durchsetzungsvermögen und Abschluss“, bremst der erfahrene Fußball-Lehrer im „Kicker“ (Ausgabe 93/2016 vom 17.11.2016) die Euphorie um seinen Shooting-Star.

„ Ihlas wird auch übertrieben gefeiert ”
Friedhelm Funkel

Hinter diesen Aussagen dürfte sicher auch der Versuch Funkel stecken, bei Bebou gar keine Zufriedenheit aufkommen zu lassen und noch mehr aus dem hochveranlagten Offensivmann herauszukitzeln.