Fortuna Düsseldorf: Zumindest die Moral stimmt

Ansonsten passt bei der Auftaktpleite aber vieles nicht

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 19.09.2020 | 07:36
Rouwen Hennings gegen Moritz Heyer.

Kein Durchkommen: Rouwen Hennings (m.) gegen Hamburgs Moritz Heyer. ©imago images/Claus Bergmann

Durchaus guter Dinge hat Fortuna Düsseldorf die Reise zum Saisonauftaktspiel beim Hamburger SV angetreten. Während die eigene Leistung beim 1:0-Sieg im DFB-Pokal beim FC Ingolstadt ansprechend ausgefallen war, hatte der HSV bei seiner 1:4-Pleite bei Dynamo Dresden in einigen Bereichen Defizite offenbart. Nach 90 Minuten im Volksparkstadion war es aber die Fortuna, die mit einer 1:2-Niederlage und folglich mit leeren Händen die Heimreise antreten musste.

Mit dem Ausfall von Neuzugang Edgar Prib, der beim Aufwärmen über muskuläre Probleme klagte und für den mit Jakub Piotrowski ein anderer Neuer auflief, begann der Abend noch vor dem Anpfiff nicht gut. Gegen entschlossenere Hamburger ließ die Fortuna dann einiges vermissen und geriet kurz vor der Pause durch einen von Florian Hartherz unglücklich verursachten Elfmeter in Rückstand.

Während offensiv lange fast gar nichts klappte, deckte der HSV immer wieder Schwachstellen auf. Weder Torwart Florian Kastenmeier, der unter anderem bei einer unterlaufenen Flanke in der Anfangsphase keine gute Figur abgab, noch das erstmals gemeinsam aufgebotene Innenverteidiger-Duo Kevin Danso und André Hoffmann konnten der Mannschaft von Trainer Uwe Rösler die nötige Stabilität verleihen.

Joker Pledl sticht auf der falschen Seite

Nach dem Seitenwechsel unternahm Rösler auch mit der Einwechslung von Thomas Pledl, der im Pokal als Joker noch zum Matchwinner avanciert war, gegen nun etwas zurückhaltendere Gastgeber den Versuch, die Partie in den Griff zu bekommen. Allerdings unterlief just Pledl nach nur wenigen Minuten ein fataler Fehlpass, den der HSV in der 60. Minute schon zur Vorentscheidung nutzte.

„ Ein Kompliment an meine Mannschaft, die nochmal alles probiert hat. ”
Uwe Rösler

Positiv aber, dass die Fortuna auch danach nicht aufsteckte und trotz weiterer Rückschläge wie der unnötigen gelb-roten Karte des eingewechselten Nana Ampomah alles versuchte. Der Anschlusstreffer durch Matthias Zimmermann in der dritten Minute der Nachspielzeit kam allerdings letztlich zu spät. „Trotzdem: Ein Kompliment an meine Mannschaft, die nochmal alles probiert hat“, hob Trainer Rösler auf der vereinseigenen Webseite dennoch die Moral seiner Schützlinge als positiven Aspekt hervor.

Dass auch nach der Pause offensiv bei weitem nicht alles klappte, verhehlte indes auch Rösler nicht: „In der zweiten Hälfte haben wir uns viel vorgenommen, aber vorne zu wenig Zweikämpfe gewonnen. Unsere Abläufe auf den Flügeln haben auch nicht ideal funktioniert. So konnten wir nicht viel kreieren“, so der Fortuna-Coach, der mit seinem Team nun am nächsten Samstag gegen die Würzburger Kickers den ersten Dreier einfahren will.