FSV Frankfurt: Abstieg noch zu vermeiden?

Brasilianer Yann suspendiert

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 02.05.16 | 11:19

Der FSV Frankfurt steuert seit Monaten geradewegs auf die 3. Liga zu und es gibt nicht wenige Fans der Bornheimer, die die Hoffnung auf den Klassenerhalt schon aufgegeben haben, obwohl zwei Spieltage vor Schluss zumindest noch der Relegationsplatz zu Buche steht.

Doch die Talfahrt des FSV ist besorgniserregend und macht wenig Mut, dass in den finalen Spielen bei Fortuna Düsseldorf und gegen den TSV 1860 München der Bock noch umgestoßen werden kann. So holten die Bornheimer nach gutem Start mit 19 Punkten aus den ersten zwölf Spielen aus den vergangenen 20 Partien nur noch zehn weitere Zähler und sind in diesem Zeitraum damit mit Abstand das schwächste Team der Liga.

Auch der Trainerwechsel von Tomas Oral zu Falko Götz, den vor allem die Anhänger schon viel früher vehement gefordert hatten, brachte bislang keinerlei Besserung. Vielmehr verlor Götz seine ersten drei Spielen, was zuvor noch nie einem Frankfurter Trainer passiert ist. Insgesamt sind es fünf Niederlagen am Stück und sieben Pleiten in den letzten acht Begegnungen.

Kurztrainingslager in Kaiserau

Die Probleme des FSV sind vielschichtig. Ein Grund für den Abwärtstrend ist sicherlich die zu hinterfragende Kaderzusammenstellung mit zehn Leihspielern. Identifikation mit dem Verein kann dadurch kaum aufkommen und offenbar mangelt es im zudem sehr jungen Aufgebot auch an Disziplin. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat der Verein den Brasilianer Yann Rolim bereits vergangene Woche aus disziplinarischen Gründen suspendiert.

Um doch noch die Wende zu schaffen, reist Coach Götz mit einem auf 20 Akteure reduzierten Kader am Donnerstag in ein Kurztrainingslager in die Sportschule Kaiserau, wo dann die unmittelbare Vorbereitung auf das Spiel in Düsseldorf erfolgt.

Dass just in der Esprit-Arena am letzten Spieltag der Vorsaison mit einem 3:2-Sieg der Klassenerhalt geschafft wurde, ist zumindest ein Aspekt, der noch als gutes Omen herangezogen werden kann. Viel mehr Mutmacher gibt es allerdings auch nicht.