FSV Frankfurt: Keine guten Karten bei Nikolce Noveski – Routinier eher zum SV Darmstadt 98

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.20 | 09:33

Mit dem bislang von Fortuna Düsseldorf schon ausgeliehenen und nun fest verpflichteten Timm Golley hat der FSV Frankfurt am gestrigen Donnerstag seinen sechsten Neuzugang nach Andre Weis (FC Ingolstadt), Marc Hornschuh (Borussia Dortmund II), Fanol Perdedaj (Energie Cottbus), Denis Mangafic (Kickers Offenbach) und Heinrich Schmidtgal (Fortuna Düsseldorf) bekannt gegeben.

Diesem Sextett werden aber noch einige weitere Neue folgen. Kommen sollen noch zwei bis drei Offensivspieler und mindestens ein neuer Innenverteidiger. Im Gespräch für das Abwehrzentrum ist weiterhin der US-Amerikaner Maurice Barry, dessen Wechsel von LASK Linz an den Bornheimer Hang zumindest laut Berichten aus Österreich schon weit gediehen sein soll.

Darmstadt mischt bei Noveski mit

Barry wäre aber wohl eher eine flexible Alternative für die Hintermannschaft, kann der 25-Jährige doch auch auf der rechten Abwehrseite eingesetzt werden. Für das Abwehrzentrum suchen die Frankfurter Verantwortlichen nach den Abgängen von Hanno Balitsch und Björn Schlicke hingegen nach einem erfahrenen Mann, wobei der Wunschkandidat mit Nikolce Noveski schon ausgemacht ist.

Allerdings stehen die Chancen auf eine Verpflichtung des 36-jährigen Mazedoniers nicht mehr wirklich gut. Denn seinen Standortvorteil gegenüber anderen Zweitligisten wie dem TSV 1860 München und dem SV Sandhausen, denen ebenfalls Interesse nachgesagt wird, hat der FSV offenbar eingebüßt. Grund dafür ist, dass nun auch der SV Darmstadt 98 um Noveski wirbt und beim Bundesliga-Aufsteiger könnte der Routinier nicht nur weiterhin erstklassig spielen, sondern müsste nach elf Jahren beim 1. FSV Mainz 05 genau wie bei einem Wechsel nach Frankfurt seinen Lebensmittelpunkt nicht verändern.

Dass Noveskis Berater Alen Augustincic in „Bild“ die Frankfurter Offerte gar nicht erwähnt, lässt die geringen Chancen der Bornheimer erahnen: „Nikolce hat Angebote aus der Bundesliga und dem Ausland. Er entscheidet ganz alleine, was er macht.“