RB Leipzig: Hasenhüttl-Freigabe nur eine Frage der Ablöse

Österreicher lehnt Verlängerung in Ingolstadt ab

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 06.07.20 | 15:16
Ralph Hasehüttl und Ralf Rangnick

Bald vereint: Ralph Hasehüttl und Ralf Rangnick © Imago

Seit dem gestrigen Dienstag ist offiziell, was die Spatzen schon Tage zuvor von den Dächern pfiffen: Ralph Hasenhüttl wird seinen noch bis 2017 laufenden Vertrag beim FC Ingolstadt nicht nur nicht verlängern, sondern hat bei den Schanzern um die vorzeitige Freigabe gebeten, um zur neuen Saison seinen Dienst bei einem anderen Verein antreten zu können.

Und auch wenn der Name RB Leipzig noch nicht gefallen ist, ist doch klar, wohin es den österreichischen Fußball-Lehrer zieht. Dass der FC Ingolstadt in seiner offiziellen Pressemitteilung erklärte, auf eine Vertragserfüllung zu pochen, sollte mit einem anderen Vereine keine Einigkeit erzielt werden, darf derweil getrost als Teil des Pokers um eine möglichst hohe Ablöse betrachtet werden.

Ingolstadt pocht auf Ablöse

Denn dass Ingolstadt Hasenhüttl nicht ohne adäquate Gegenleistung ziehen lassen wird, machte Sportdirektor Thomas Linke im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz deutlich: „Für uns ist Ralph sehr wichtig. Der andere Verein müsste das auch wertschätzen können. Durch die Ablöse wollen wir die Qualität der Mannschaft für die nächste Saison erhöhen.“

„ Durch die Ablöse wollen wir die Qualität der Mannschaft für die nächste Saison erhöhen. ”
Thomas Linke

Heißt nichts anderes als dass Leipzig wohl schon einen klar im siebenstelligen Bereich liegenden Betrag auf den Tisch legen muss, um Hasenhüttl aus Ingolstadt loseisen zu können. In welchen Größenordnung mittlerweile auch Ablösesummen für Trainer anzusiedeln sind, lässt das Beispiel Markus Weinzierl erkennen. Für den Noch-Trainer des FC Augsburg, den der FC Schalke 04 nach Gelsenkirchen holen möchte, ist eine Ablöse von fünf Millionen Euro im Gespräch.

Die weitere Voraussetzung für Hasenhüttls Freigabe ist, dass der FC Ingolstadt einen passenden Nachfolger findet. In dieser Hinsicht ist aber nicht wirklich mit Problemen zu rechnen.

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