RB Leipzig: Wann entscheidet sich Daniel Frahn? – Drei konkrete Interessenten?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.20 | 09:31

Nachdem mit Emil Forsberg, Nils Quaschner und Omer Damari die von Trainer Alexander Zorniger angekündigten drei Neuzugänge für die Offensive gefunden sind, hofft RB Leipzig in den verbleibenden 15 Saisonspielen vor dem gegnerischen Tor deutlich gefährlicher und effektiver zu sein als in den letzten Wochen vor Weihnachten.

Auch, weil außer Yussuf Poulsen kein Angreifer durchgehend überzeugend konnte, fiel in Leipzig die Entscheidung zur Transferoffensive, die auf der anderen Seite auch ihre Opfer fordert. Nachdem Matthias Morys (SG Sonnenhof Großaspach) den Verein schon auf Leihbasis verlassen hat, wird eigentlich seit Wochen auch mit dem Abschied von Daniel Frahn gerechnet. Doch obwohl der Kapitän von Coach Zorniger bereits vor Weihnachten über seine begrenzten Perspektiven bei den Roten Bullen aufgeklärt worden ist, trainiert der 27-Jährige nach wie vor am Cottaweg und kam auch in den bisherigen Testspielen zum Einsatz.

Cottbus, Münster und St. Pauli die aussichtsreichsten Kandidaten?

Gut möglich aber, dass der heutige Test gegen den Berliner Ak der letzte Auftritt des zweimaligen Aufstiegshelden im RB-Trikot wird. Denn es deutet sich an, dass Frahn zeitnah, vielleicht sogar noch am Wochenende über seine Zukunft entscheiden wird. Obwohl er es selbst nicht ausgeschlossen hat und trotz Vertrages bis 2016 dürfte die Zukunft des Torjägers der letzten Jahre eher nicht in Leipzig liegen, wo man hinter das Thema ohnehin gerne einen Haken machen würde.

Letztlich liegt es an Frahn selbst, die allseits erwartete Entscheidung zu treffen, denn RB wird dem Angreifer keine Steine in den Weg liegen. An Interessenten mangelt es derweil nach wie vor nicht. Während Dynamo Dresden wohl ebenso Abstand von einer Verpflichtung genommen hat wie der dennoch immer wieder als Interessent genannte 1. FC Nürnberg, bleiben im Wesentlichen drei Anwärter mit guten Chancen. Einerseits der FC St. Pauli, der indes nicht mehr unbedingt auf dem Transfermarkt zuschlagen will, sowie andererseits die ambitionierten Drittligisten Energie Cottbus und Preußen Münster. Weil Frahn dem Vernehmen nach gerne im Osten Deutschlands bleiben würde und er zudem schon von 2001 bis 2006 in Cottbus aktiv war, spricht derzeit am meisten für eine Rückkehr in die Lausitz, wo man das Interesse auch schon mehrfach bestätigt hat.