SV Sandhausen: Nicht mehr alle Last auf Behrens

Angreifer erzielte ein Drittel der SVS-Tore

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 05.08.2020 | 09:25
Kevin Behrens zieht ab.

Kevin Behrens erhält im Angriff des SVS Entlastung. ©imago images/foto2press

In seinen Kaderplanungen für die kommende Spielzeit ist der SV Sandhausen bereits weit vorangekommen. Vorteil am Hardtwald: Ein Großteil der Leistungsträger der Vorsaison ist auch weiterhin an den Klub gebunden, lediglich Linksverteidiger Leart Paqarada (FC St. Pauli) verließ den Klub.

In den Mittelpunkt der Planungen ist bereits vor einiger Zeit die Offensive gerückt, in welcher der Druck des Toreschießens im Vorjahr fast ausschließlich auf Kevin Behrens lastete. 14 Treffer steuerte der bullige Angreifer bei, war damit für rund ein Drittel der Tore verantwortlich. Platz zwei im teaminternen Ranking nahm Aziz Bouhaddouz mit sechs Toren ein.

Auch Biada in der Pflicht

Um etwas Last von den Schultern Behrens‘ zu nehmen, schlug der SVS bereits mit der Verpflichtung von Daniel Keita-Ruel zu. Der 30-Jährige kehrte somit zu seinem einstigen Förderer Uwe Koschinat zurück, unter dem ihm einst im Trikot von Fortuna Köln der Durchbruch gelang. Seine Torgefahr in Liga zwei konnte Keita-Ruel in den vergangenen Spielzeiten bereits bei Greuther Fürth nachweisen und soll diese nun am Hardtwald bestätigen.

Doch selbstverständlich sind nicht nur die Stürmer gefragt, die Torausbeute in der kommenden Saison höher ausfallen zu lassen. Julius Biada – ein weiterer Akteur, der in Sandhausen zum zweiten Mal auf Koschinat traf – kam im Verlauf der Rückrunde endgültig beim SVS an und trat dort fünf Mal als Torschütze in Erscheinung. Am 27-Jährigen liegt es nun, diese Entwicklung weiter voranzutreiben.

Auf den nächsten Entwicklungsschritt dürfte Koschinat zudem auch bei einem Kreativ-Trio in Lauerstellung hoffen, schließlich wollen die Stürmer auch mit den passenden Zuspielen gefüttert werden. Weitere Neuzugänge, die den Konkurrenzkampf weiter anheizen und Koschinat mehr Möglichkeiten geben, sind trotzdem weiterhin ein Thema im Hardtwald, wo die Verantwortlichen im neunten Zweitliga-Jahr gerne eine Spielzeit erleben würden, in der es nicht bis kurz vor Schluss nur um den Klassenerhalt geht.