Vorschau auf Holstein Kiel gegen Dynamo Dresden

Analyse, Aufstellung & Quoten zum Spiel am 12.05.2019

Baris Atik

Baris Atik (r.) verlor mit Dynamo das Hinspiel gegen Kiel mit 0:2. © imago images / Picture Point

Um wirklich viel geht es für Holstein Kiel und Dynamo Dresden zwei Spieltage vor Schluss nicht mehr. Nachdem die Störche am vergangenen Wochenende endgültig die letzten Aufstiegschancen verspielt haben und die SGD den Klassenerhalt dingfest machen konnte, können beide einigermaßen entspannt ins Spiel gehen. Ein Sieg soll gleichwohl schon her, um eventuell TV-Geld-Ranking noch Boden gut machen zu können.

Holstein Kiel: Letztes Heimspiel für Tim Walter?

Acht der bisherigen 15 Duelle konnte Kiel für sich entscheiden und hat damit bei zwei Unentschieden und fünf Dresdner Siegen die etwas bessere Bilanz. Zu Hause spricht die Statistik mit fünf Siegen, einem Remis und nur einer Pleite indes schon recht deutlich für die Störche, die alle bisherigen drei Zweitliga-Begegnungen ohne Gegentor für sich entscheiden konnten. So gelang vergangene Saison ein 3:0-Heimerfolg, dem zwei Auswärtssiege in Dresden (4:0 und 2:0) folgten.

Dass Erfolg seinen Preis hat, musste man in Kiel bereits im vergangenen Sommer erfahren, als inklusive Trainer Markus Anfang mehrere Protagonisten einer starken Saison den Verein verließen. Auch jetzt ranken sich wieder viele Spekulationen um mögliche Abgänge, die in den letzten Wochen für Ablenkung sorgten und sicher auch Anteil an drei Niederlagen in Folge hatten.

Im letzten Heimspiel wollen sich die Störche nun aber nochmal mit einem positiven Auftritt von den Fans verabschieden. Die bereits in dieser Woche in die USA gewechselte, zuletzt verletzungsbedingt aber schon von Dominik Reimann vertretene langjährige Nummer eins Kenneth Kronholm wird dann nicht mehr dabei sein.

Ansonsten kann Trainer Tim Walter, der wohl letztmals in Kiel als Trainer der Heimmannschaft an der Seitenlinie stehen wird, bis auf David Kinsombi, Janni Serra und Aaron Seydel aus dem Vollen schöpfen. Änderungen im Vergleich zum jüngsten 0:2 gegen den MSV Duisburg sind möglich. So könnte etwa Jonas Meffert nach verbüßter Gelbsperre ins Mittelfeld zurückkehren.

Dynamo Dresden: Ohne Berko, Koné und Burnic

Der 2:1-Sieg am vergangenen Wochenende gegen den FC St. Pauli sorgte bei Dynamo Dresden ob des damit gesicherten Klassenerhaltes für große Erleichterung. Dzenis Burnic avancierte eine Viertelstunde vor Schluss mit dem Siegtreffer zum Helden, handelte sich indes auch die fünfte gelbe Karte ein und wird nun in Kiel fehlen. Genau wie Moussa Koné, der ebenfalls zum fünften Mal verwarnt wurde.

Weil sich gegen St. Pauli zudem auch Erich Berko einen Außenbandanriss im linken Sprunggelenk zugezogen hat, muss Trainer Cristian Fiel vor dem Auftritt in Kiel mehrfach umbauen. Mit Lucas Röser und Haris Duljevic ist in Abwesenheit von Berko und Koné ein komplett neues Sturmduo zu erwarten.

Für Burnic wird Jannis Nikolaou in zentraler Rolle erwartet. Links könnte dafür Patrick Möschl in die Mannschaft rücken, in der außerdem Jannik Müller den an einer Handprellung laborierenden Linus Wahlqvist in der Dreierkette ersetzen könnte. Sören Gonther ist nach seinem doppelten Rippenbruch dagegen noch keine Option. Und bei Marco Hartmann dürfte Trainer Fiel eher kein Risiko eingehen, zumal ein Einsatz des Kapitäns nicht mehr zwingend nötig ist.

Freiwillig verzichtet Fiel unterdessen erneut auf Torwart Markus Schubert. Ob wie gegen St. Pauli Patrick Wiegers oder Tim Boss zwischen den Pfosten beginnt, ist noch offen.

Tipps & Quoten zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Sonntag, 15.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 19.45 Uhr bei Sky Sport News HD und Sport 1. Kommentator: Sven Haist

Unser abschließender Wett Tipp:

Beide Mannschaften können befreit und ohne großen Druck aufspielen. Das lässt auf unterhaltsame 90 Minuten hoffen, an deren Ende es nicht unbedingt einen Sieger geben muss. »Jetzt mit 4.00-Quote bei Interwetten auf Unentschieden tippen.