Darmstadt 98: Der letzte Tick fehlt

Markus Anfang lobt das Defensivverhalten

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 18.10.20 | 08:31
Markus Anfang

Nicht zu kritisch mit seinen Schützlingen: Markus Anfang. © imago images / Jan Hübner

Den Saisonstart hat sich Darmstadt 98 sicherlich anders vorgestellt als mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Partien beim SV Sandhausen (2:3) und gegen Jahn Regensburg (0:0). Waren in Sandhausen noch defensive Nachlässigkeiten und ein starker Martin Fraisl im Tor der Gastgeber der Grund für die Niederlage, scheiterten die Lilien gegen Regensburg ausschließlich an der Chancenverwertung, für die freilich wieder ein starker Gästekeeper Alexander Meyer mitverantwortlich war.

„Wir wollten natürlich gewinnen. Nach diesem Spielverlauf wären wir auch der verdiente Sieger gewesen. Aber wie bereits in Sandhausen haben wir uns nicht belohnt. Daran müssen wir noch stärker arbeiten“, haderte Kapitän Fabian Holland auf der vereinseigenen Webseite denn auch vor allem mit der fehlenden Konsequenz im Offensivspiel, die auch Trainer Markus Anfang ansprach.

„ Was soll ich den Jungs also vorwerfen? Wir haben nur das Tor nicht gemacht. ”
Markus Anfang

Der Coach, der damit weiter auf seinen ersten Dreier mit seinem neuen Team wartet, wollte seine Schützlinge dafür aber nicht kritisieren: „Was soll ich den Jungs also vorwerfen? Wir haben nur das Tor nicht gemacht. Die Jungs sind geknickt und enttäuscht. Es ist sehr bitter und das Unentschieden tut weh. Aber man muss den Jungs ein Lob zollen – wie sie nach vorne gespielt haben und unbedingt diese Partie gewinnen wollten.“

Palsson als Stabilitätsfaktor

Positiv aus Sicht von Anfang war die Steigerung in der Defensive. „Wir haben zu null gespielt und bis auf die eine Chance gegen Ende nichts zugelassen. In der Restverteidigung waren wir heute sehr konsequent“, lobte der 46 Jahre alte Fußball-Lehrer die deutlich verbesserte Rückwärtsbewegung, an der sicherlich auch der nach abgesessener Sperre vor die Abwehr zurückgekehrte Victor Palsson seinen Anteil hatte.

Auch die Innenverteidigung mit Lars Lukas Mai und Nicolai Rapp, der von der Sechs nach hinten rückte und den in Sandhausen unglücklichen Patric Pfeiffer verdrängte, stand über weite Strecken sicher. Dass Regensburg kurz vor dem Ende in Person von André Becker aber doch noch zu einer Großchance zum Lucky Punch kam, dürfte in der Analyse auch nicht unter den Tisch fallen.