Darmstadt 98: Es fehlt die Effektivität

Lilien nun schon seit sieben Spielen sieglos

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 12.10.20 | 10:27
Dimitrios Grammozis

Dimitrios Grammozis sieht seine Mannschaft weiter auf dem richtigen Weg. © imago images / Jan Hübner

Sollten Hannover 96 (bei Dynamo Dresden) und der VfL Bochum (beim 1. FC Heidenheim) am Wochenende ihre Spiele gewinnen, würde Darmstadt 98 die Länderspielpause auf Rang 17 verbringen. Der Sturz auf einen Abstiegsplatz wäre indes nur die Folge dessen, dass die Lilien das Siegen verlernt haben.

Am Freitagabend reichte es am heimischen Böllenfalltor gegen den Karlsruher SC nur zu einem 1:1, womit die Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis nun schon seit sieben Begegnungen auf einen Dreier wartet. Zwar stehen aus diesen sieben Partien immerhin vier Unentschieden zu Buche, doch die Punkteteilungen ließen Darmstadt letztlich auf der Stelle treten und bergen die Gefahr in sich, die Lage zu unterschätzen.

Die dicken Brocken kommen erst noch

Dazu trägt auch bei, dass die Leistung auch gegen den KSC keine Enttäuschung war, allerdings wieder einmal die nötige Effektivität fehlte, um sich auch mit drei Punkten zu belohnen. Dario Dumic glückte zwar schon in der siebten Minute die Führung, doch nachdem der KSC beinahe postwendend ausgeglichen hatte, wollte den Lilien trotz am Ende 23:9-Torschüssen kein weiterer Treffer mehr gelingen.

Kapitän Fabian Holland machte nach Spielende auf der vereinseigenen Webseite keinen Hehl aus seiner Enttäuschung ist aber zugleich weit davon entfernt, aufzugeben: „Es ist die gleiche Leier wie die letzten Wochen: Wir machen ein ordentliches Spiel, müssen aber den Ball hinter die Linie bringen. Wir müssen Woche für Woche weiter Gas geben und mit aller Macht das Tor erzwingen.“

„ Wir sind auf dem richtigen Weg. ”
Dimitrios Grammozis

Während sich Routinier Marcel Heller einfach einen „dreckigen Sieg“ wünscht, will Trainer Grammozis auf die Leistung aufbauen: „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, wir haben gegen einen Gegner, der zuletzt gute Leistungen gezeigt hat, gut gespielt. Wir werden den Weg weiter gehen, denn wir sind auf dem richtigen Weg.“

Dieser Weg muss aber bald positive Resultate mit sich bringen, was nach der Länderspielpause beim FC St. Pauli und gegen Erzgebirge Aue auch nicht ganz einfach werden dürfte. Dass die großen Brocken wie Arminia Bielefeld, der VfB Stuttgart und der Hamburger SV erst im zweiten Teil der Hinrunde kommen, unterstreicht derweil den Ernst der Lage, den in Darmstadt niemand verkennen sollte.