Darmstadt 98: Personelle Veränderungen im Winter denkbar

Carsten Wehlmann schließt Januar-Transfers nicht aus

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 21.10.20 | 07:39
Carsten Wehlmann

Carsten Wehlmann macht sich ständig Gedanken über den Darmstädter Kader. © imago images / Eibner

Weil die am vergangenen Wochenende abgesagte Partie beim VfL Osnabrück nächsten Mittwoch nachgeholt wird, steht Darmstadt 98 vor einer richtungsweisenden, englischen Woche. Gegen den FC St. Pauli, in Osnabrück und beim Karlsruher SC wird sich zeigen, wohin der Weg der Lilien in dieser Spielzeit führen kann.

Die Ausbeute von vier Punkten aus den ersten drei Spielen sollte dabei mindestens erneut erreicht werden, um den Blick wie im Umfeld vielfach erhofft nach oben richten zu dürfen. Gute Ergebnisse wären dabei auch eine Bestätigung für den Sportlichen Leiter Carsten Wehlmann, der im Sommer zwar mit Markus Anfang einen neuen Trainer installiert hat, den Kader aber nur vergleichsweise wenig verändert hat.

Mit Lars Lukas Mai, Aaron Seydel und Adrian Stanilewicz stießen lediglich drei Neuzugänge zum Aufgebot, während die Ausleihe von Nicolai Rapp verlängert werden konnte. Vielleicht am wichtigsten war es indes, dass mit Victor Palsson und Serdar Dursun zwei Leistungsträger gehalten werden konnten, die im Sommer auch andernorts Begehrlichkeiten geweckt hatten.

Kein gewöhnliches Winter-Transferfenster

Freilich ist nicht ausgeschlossen, dass es auch in der nächsten Transferperiode im Januar wieder Interessenten für Darmstädter Stammkräfte gibt. „Dass Gerüchte aufkommen, kann durchaus passieren. Das ist aber doch ganz normal im Profifußball und wäre dann auch ein Zeichen guter Arbeit von uns“, gibt sich Wehlmann im Darmstädter Echo diesbezüglich aber gelassen und rechnet allgemein wegen der diesmal nur sehr kurzen Pause mit einer etwas anderen Transferphase im Winter: „Das nächste Transferfenster ist in der Tat schon recht nah. Aber der Spielbetrieb ist in dieser Saison auch ein ganz anderer. Wir haben alleine im Januar fünf Spiele.“

„ Im Moment können wir durch die Besetzung des Kaders auf alle Eventualitäten reagieren. ”
Carsten Wehlmann

Denkbar ist für Wehlmann auch, dass im Winter neues Personal zum Kader stößt. „Man macht sich immer Gedanken, in jeder Transferphase, ob, wann und was man verändern könnte und auch möchte“, deutet Wehlmann entsprechende Überlegungen an, betont aber auch, sich derzeit gut aufgestellt zu sehen: „Im Moment können wir durch die Besetzung des Kaders auf alle Eventualitäten reagieren.“

Weil ab dem 1. Januar „allein 20 Pflichtspiele in der Meisterschaft“ anstehen, wäre das im ersten Halbjahr 2021 aber wohl nur weiterhin der Fall, wenn längere Ausfälle ausbleiben. Kommt es dazu oder auch zu Abgängen, würden die Lilien wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit reagieren, sicherlich ein Stück weit aber auch in Abhängigkeit davon, wie die Saison bis dahin verläuft.