Darmstadt 98: Pfeiffer endlich Innenverteidiger?

Grammozis fehlen drei Spieler im Zentrum

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 08.06.2020 | 10:22
Patric Pfeiffer im 98-Training.

Der Engpass in der Darmstädter Innenverteidigung könnte Patric Pfeiffer endlich auf seiner Stammposition auflaufen lassen. ©imago images/Jan Huebner

In gewisser Hinsicht hat Darmstadt 98 am Samstag in Regensburg gleich doppelt verloren. Die Partie endete bekanntlich 3:0 für die Hausherren, zudem müssen die „Lilien“ nun vorerst auf Dario Dumic verzichten. Der Verteidiger sah gegen den Jahn seine fünfte gelbe Karte, das Heimspiel gegen Hannover am kommenden Sonntag wird er damit verpassen.

Der scheidende Trainer Dimitrios Grammozis wird seine Viererkette umbauen müssen und die Auswahl hierfür ist überschaubar. Mit Immanuel Höhn (Verrenkungsbruch) und Mathias Wittek (Außenbandriss) fallen zwei erfahrene Alternativen aus. Neben dem gesetzten Nicolai Rapp könnte Youngster Patric Pfeiffer eine Premiere erleben.

Ein Mal Außenverteidiger, vier Mal Angreifer

Der 20-Jährige kam im vergangenen Sommer vom HSV und absolvierte bereits fünf Zweitliga-Partien für Darmstadt. Im defensiven Zentrum durfte der gelernte Innenverteidiger bislang aber noch nicht ran. Beim Debüt gegen Bielefeld als Außenverteidiger eingewechselt, beorderte Grammozis Pfeiffer sonst in den Angriff.

Dort wurde der 1,96 Meter lange Schlaks als „Brechstange“ genutzt, wenn die „Lilien“ in der Schlussphase noch ein Tor benötigten. Seine Kopfballstärke dürfte – speziell nach zwei Standard-Gegentoren in Regensburg – gegen Hannover aber vor allem in der Defensive benötigt werden.

Mit dem Startelf-Debüt von Pfeiffer auf dessen Stammposition könnte Grammozis weiterhin auf Victor Palsson im defensiven Mittelfeld setzen. Der zweikampfstarke Isländer, erst vor rund zwei Wochen mit einem Chapeau, Victor Palsson von uns gewürdigt, kann zwar auch als Innenverteidiger agieren, der Lilien-Leitwolf ist auf seiner Stammposition aber wertvoller für das Team.

Gegen das wiedererstarkte Hannover hätte Pfeiffer ohnehin die Lufthoheit, schließlich ist er ein ganzes Stück größer als die beiden 96-Angreifer John Guidetti (1,85m) und Marvin Ducksch (1,88m).

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