Darmstadt 98: Reicht das Offensivpotential?

Rückkehrer erweitern die Möglichkeiten

Serdar Dursun

Im Lilien-Angriff hängt vieles von Serdar Dursun ab. © imago images / Jan Hübner

Nach der frühzeitig perfekt gemachten Ausleihe von Nicolai Rapp (1. FC Union Berlin), der in der Innenverteidigung den verletzten Mathias Wittek ersetzt, hat Darmstadt 98 seine winterlichen Personalplanungen offenbar schon abgeschlossen. Zumindest haben die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Carsten Wehlmann in den vergangenen Tagen betont, dass nach jetzigem Stand keine weiteren Neuzugänge mehr geplant sind.

Gerade in der Offensive, die mit nur 20 Toren nach Dynamo Dresden (17) die zweitschwächste der Liga ist, stößt diese Haltung nicht überall auf ungeteilte Zustimmung. Doch Wehlmann und Trainer Dimitrios Grammozis schenken dem vorhandenen Personal das Vertrauen. Zurückzahlen konnte im bisherigen Saisonverlauf indes nur Serdar Dursun, der sich mit sieben Toren und zwei Vorlagen wieder als verlässliche Größe erwies, allerdings sämtliche Treffer zu Hause markiert hat.

Platte und Manu noch ohne Saisoneinsatz

Ansonsten fehlt ein zweiter durchweg torgefährlicher Offensivspieler. Hinter Dursun teilen sich Tobias Kempe, der nicht zuletzt über Standardsituationen immer für gefährliche Aktionen gut ist, und Innenverteidiger Dario Dumic mit je drei Treffern den zweiten Platz in der internen Torschützenliste. Von den Offensivakteuren haben ansonsten nur noch Tim Skarke (2) und Marcel Heller getroffen.

Dennoch glaubt man in Darmstadt auch in puncto Offensive an den vorhandenen Kader, Auch deshalb, da mit Felix Platte und Braydon Manu zwei die komplette Vorrunde ausgefallene Akteure in der Wintervorbereitung wieder richtig angreifen. Zudem sollen mit Mathias Honsak und Erich Berko zwei Sommerneuzugänge, die sich anfangs auch mit Verletzungen herumschlagen mussten und noch nicht wirklich Fuß gefasst haben, mit einer kompletten Vorbereitung durchstarten. Selbiges gilt für Ognjen Ozegovic, den allerdings auch nach der Weihnachtspause noch Adduktorenprobleme plagen.

Johannes Wurtz gilt unterdessen als Kandidat, der den Verein im Winter mangels Perspektive noch verlassen könnte. Ungeachtet dessen sind die Lilien in der Offensive zahlenmäßig sicher ausreichend aufgestellt. Ein gewisses Risiko ist bei der aktuellen Personalplanung aber fraglos dabei, bleibt doch abzuwarten, ob die Rückkehrer die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllen können – und ob nicht doch wieder gesundheitliche Rückschläge verkraftet werden müssen. In letzterem Fall bliebe bis Ende Januar aber Zeit, vielleicht doch nochmal auf dem Transfermarkt tätig zu werden.

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