Darmstadt 98: Sturm-Rochade klappt nicht

Platte kann Dursun nicht entlasten

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Samstag, 06.06.2020 | 18:04

Serdar Dursun von Darmstadt 98

Serdar Dursun muss öfter auf die Bank als ihm lieb ist. ©Imago images/Jan Huebner

Darmstadt 98 wirkte eigentlich in den letzten Monaten sehr gefestigt, sodass das deutliche 0:3 gegen Regensburg, das zudem noch länger in Unterzahl spielte, ein wenig überraschte. Hinten konnten die Standardgegentore noch als Erklärung dienen, vorne muss man sich bei den Lilien aber eingestehen, dass es in Serdar Dursun eben nur einen Stürmer gibt, der für Gefahr sorgt. Das Wechselspiel zwischen ihm und Felix Platte, dass Dimitrios Grammozis seit dem Re-Start pflegt, ging bisher nicht auf.

Korrektur kommt zu spät

Während Dursun schon zwei Tore erzielte seit die Liga wieder läuft, steht Platte noch bei Null. Zur Halbzeit ruderte Grammozis daher wieder zurück, brachte seinen 13-Tore Mann, der zunächst auf der Bank saß, für den früheren Schalker.

Gleich zu Beginn wurde es gefährlich, als der Edel-Joker Torwart Alexander Meyer unter Druck setzte. Das 2:0 des SSV machte dem Elan allerdings schnell ein Ende.

So resümierte Dursun auf der Vereins-Homepage auch: "Es war ein zähes Spiel, in dem letztendlich die beiden Standardtore die entscheidenden Szenen waren. Dass Regensburg mit dem ersten Schuss direkt das Tor erzielt, hat ihnen natürlich in die Karten gespielt, denn dadurch konnten sie tief stehen und abwartend agieren." Die Unterzahl des Jahn verschärfte die Lage sogar noch, so standen die Gastgeber noch enger.

"Wir hätten noch zehn Stunden weiterspielen können, aber vermutlich trotzdem kein Tor erzielt. Die Regensburger waren dagegen brutal effektiv", zeigte sich der Lilien-Trainer ein wenig ernüchtert nach der Partie. Wenn die Hessen am nächsten Spieltag Hannover 96 empfangen, dürfte sich der scheidende Übungsleiter wohl überlegen, auf seinen besten Schützen zu verzichten.

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