Darmstadt 98: Was wurde aus den Abgängen 2020?

So läuft's für Stark, Dumic & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 03.11.2020 | 16:47
Yannick Stark (r.) gegen Hanno Behrens.

Yannick Stark (r.) verließ seine Geburtsstadt, um mit Dynamo Dresden wieder in die 2. Liga zurückzukehren. ©imago images/Eibner

Ein Trainerwechsel im Sommer zieht nicht selten auch einen Umbruch im Kader nach sich, bei Darmstadt 98 war das anders. Markus Anfang traf auf eine Mannschaft, die sich zu großen Teil bereits aus dem Vorjahr kennt, lediglich neun Spieler tragen in dieser Saison nicht mehr die Lilie auf der Brust.

Yannick Stark
Der gebürtige Darmstädter begleitete Dynamo Dresden auf dem Weg in die 3. Liga. Dort soll der Abräumer als einer der erfahrenen Akteure Verantwortung übernehmen und die in nahezu allen Mannschaftsteilen neu zusammengestellte Mannschaft anführen. Der 30-Jährige ist auf der „Sechs“ unangefochtene Stammkraft, mit Tabellenplatz sechs befindet sich der letztjährige Konkurrent der „Lilien“ zudem durchaus in Schlagdistanz zu den Plätzen zurück ins Unterhaus.

Johannes Wurtz
Nach nur acht Zweitliga-Minuten am Böllenfalltor wollte der Angreifer wieder eine gewichtigere Rolle einnehmen, er wechselte nach Wehen Wiesbaden. Beim Absteiger sind die Fußspuren von Manuel Schäffler groß, Wurtz scheint sich aber zurecht zu finden: Nach sieben Einsätzen, alle davon in der Startelf, steht der 28-Jährige bereits bei vier Saisontoren. Aktuell bremst ihn allerdings eine Knöchelverletzung aus.

Ognjen Ozegovic
Nach einem Jahr und fünf Liga-Einsätzen löste der Angreifer seinen Vertrag in Darmstadt vorzeitig auf. Sein Glück scheint er mittlerweile bei Adanaspor gefunden zu haben: Beim türkischen Zweitligisten ist der Serbe gesetzt, stand an allen acht Spieltagen in der Startelf und kann mit fünf Treffern sowie einer Vorlage auf starke Statistiken verweisen.

Sebastian Hertner
Am „Bölle“ konnte Hertner in zwei Jahren nicht so eine gewichtige Rolle einnehmen, wie er es vorher in Aue tat. Für den Linksbahnspezialisten ging es im Sommer eine Liga nach unten, mit seiner Erfahrung überzeugte er Aufsteiger VfB Lübeck von sich. Mit einem Außenbandriss verpasste er fünf Partien, dafür wurde sein Startelf-Debüt am 8. Spieltag mit dem ersten Saisonsieg belohnt. Als Drittletzter wartet auf Lübeck und Hertner aber noch jede Menge Arbeit.

Carl Leonhard
An Marcel Schuhen und Florian Stritzel war für das Eigengewächs kein Vorbeikommen, er wechselte in die zweite Mannschaft des FCK. Die geht in der Oberliga Rheinland-Pfalz an den Start und nimmt dort den zweiten Tabellenplatz ein, Leonhard wartet jedoch noch auf seinen ersten Einsatz.

Marcel Heller im "Lilien"-Trikot

Marcel Heller gibt jetzt für Paderborn auf dem Flügel Gas. ©imago images/Poolfoto

Leon Müller
Auch der zentrale Mittelfeldspieler entstammt dem eigenen Nachwuchs, für mehr Einsatzzeiten entschied er sich für eine Unterschrift in der Regionalliga. Dorthin, genauer gesagt zu Rot-Weiss Koblenz, lieh ihn Darmstadt für die laufende Saison aus. Nach zwei Startelfeinsätzen beim derzeit Drittletzten der Südwest-Staffel saß er sechs Mal in Folge nur auf der Bank und wird Trainer Heiner Backhaus im Training von sich überzeugen müssen.

Igor Berezovskyi
Zum zweiten Male wurde der Torhüter von den „Lilien“ verabschiedet, nachdem er bereits von 2016 bis 2017 bei den Hessen unter Vertrag stand. Es folgten eineinhalb Jahre ohne Klub, ehe er ans Böllenfalltor zurückkehrte. Auch diesmal gestaltet sich die Klubsuche offenbar schwierig, der Ukrainer hat noch keinen neuen Verein präsentieren können.

Marcel Heller
3. Liga, 2. Liga und Bundesliga: Der Flügelflitzer hat in Darmstadt alles erlebt. Trotzdem trennten sich die Wege im Sommer, die Suche nach einem neuen Klub gestaltete sich zäher, als es der 34-Jährige vermutet hatte. Schlussendlich schlug der SC Paderborn zu, beim Bundesliga-Absteiger unterzeichnete er einen Jahresvertrag. Mit zwei Einwechslungen tastete sich Heller zuletzt behutsam wieder heran.

Dario Dumic
Die bosnische Abwehrkante überzeugte in seinem Leihjahr in der Innenverteidigung, Stammklub Utrecht plante aber offenbar nicht mit ihm. Er blieb trotzdem in der niederländischen Eredivisie und schloss sich Twente Enschede an, wo er zuletzt das verletzte Talent Kik Pierie vertrat. In der Hackordnung der Innenverteidiger ist er hinter der Ajax-Leihgabe und dem jungen Spanier Julio Pleguezuelo allerdings nur die Nummer drei.

Wen haben die anderen Klubs verabschiedet? Hier geht’s zu den bisher erschienen Abgängen 2020.