Darmstadt 98: Wird Tim Skarke in neuer Rolle heimisch?

Flügelspieler überzeugt als Rechtsverteidiger

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 17.12.2020 | 10:01
Tim Skarke

Tim Skarke (l.) sucht auch als Außenverteidiger den Abschluss. © imago images / foto2press

Aller Voraussicht nach erhält Darmstadt 98 am Wochenende nicht die Gelegenheit, den 4:0-Sieg vom Dienstag bei Greuther Fürth zu bestätigen. Die offizielle Absage der eigentlich für Samstag angesetzten Partie gegen die Würzburger Kickers steht zwar noch aus, doch weil sich der gesamte Kader des Aufsteigers in Quarantäne befindet, ist die Absetzung der Begegnung wohl nur noch Formsache.

Für die Lilien kommt das freie Wochenende vor dem Zweitrunden-Spiel im DFB-Pokal am Dienstag bei Dynamo Dresden gar nicht ungelegen. Insbesondere mit Blick auf Fabian Schnellhardt und Nicolai Rapp, die sich nach kleineren Blessuren zwar schon in Fürth in der Startelf bzw. als Joker zurückgemeldet haben, aber nun eine Verschnaufpause durchaus gerne mitnehmen dürften.

Beide sollen auch in Dresden mitwirken, wo Victor Palsson und Mathias Wittek noch keine Optionen darstellen. Anders als Lars Lukas Mai, dessen gelb-rote Karte von Fürth auf den DFB-Pokal keine Auswirkungen hat, und Patrick Herrmann, der nach am Dienstag verbüßter Sperre wieder zur Verfügung steht. Ob das auch für den zuletzt wegen einer Oberschenkelblessur fehlenden Matthias Bader gilt, bleibt abzuwarten.

Skarke als offensive Variante

Herrmann und Bader, die sich bislang um den Platz auf der rechten Abwehrseite duelliert haben, könnte unterdessen in Fürth ein neuer Konkurrent erwachsen sein. Denn Tim Skarke, der eigentlich in offensiverer Rolle auf dem Flügel zu Hause ist und mehr aus der Not geboren auf die Position des rechten Offensivverteidigers vor einer Dreierkette rückte, empfahl sich am Dienstag nicht nur wegen seines Traumtores zur Lilien-Führung für weitere Einsätze auf ungewohnter Position.

Durchaus denkbar, dass der 24-Jährige trotz der Rückkehr von Herrmann und möglicherweise Bader erneut als Pendant zu Kapitän Fabian Holland auf der linken Seite ran darf. Eine Option dürfte die vergleichsweise offensive Variante mit Skarke allerdings nur dann sein, wenn es Trainer Markus Anfang bei der seit dem neunten Spieltag praktizierten Dreierkette mit einem zusätzlichen Innenverteidiger als Absicherung belässt, wohingegen bei einer Viererkette Herrmann und Bader wohl bessere Karten hätten.