Darmstadt 98: Zu vieles hängt von Serdar Dursun ab

Ligaweit kein Team mit weniger Toren

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 06.10.19 | 07:44
Serdar Dursun

Serdar Dursun erzielte drei der neun Darmstädter Saisontore. © imago images / hmb media

Nachdem Hannover 96 und der SV Sandhausen am gestrigen Samstag jeweils doppelt getroffen haben, gibt es ligaweit kein Team mehr mit weniger Toren als Darmstadt 98. Erst neun Treffer stehen für die Lilien zu Buche – wie ansonsten nur noch für Fürth und Kiel, wobei die Störche ihr Konto heute im Heimspiel gegen Jahn Regensburg noch aufbessern können.

Die schwache Trefferquote hat sicherlich ihren Anteil am insgesamt enttäuschenden Abschneiden der Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis, die am heutigen Sonntag noch auf Rang 17 abrutschen kann und die seit sieben Spielen sieglos ist. In vier dieser sieben Spiele blieben die Lilien gänzlich ohne Treffer.

Ein Problem ist, dass die die Darmstädter Offensive bislang zu leicht ausrechnen lässt. Zu vieles hängt von Torjäger Serdar Dursun ab, der zwar drei Mal getroffen hat, aber im bisherigen Saisonverlauf auch häufig unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Neben dem Deutsch-Türken entwickeln aber zu wenig Akteure Torgefahr. So gibt es insgesamt erst fünf Torschützen in dieser Saison. Außer Dursun trafen Dario Dumic, Tim Skarke (je 2), Marcel Heller und Immanuel Höhn.

Skarke freilich setzte nach zwei Toren an den ersten beiden Spieltagen zuletzt kaum noch Akzente und die Treffer der Innenverteidiger Dumic und Höhn resultierten aus Standardsituationen. Zudem erzielte auch Dursun eines seiner Tore per Strafstoß.

Drei Neue als Hoffnungsträger

Die Gegner können sich nicht nur angesichts dieser Zahlen recht leicht auf Darmstadt einstellen. Sobald sich Dursun unter Kontrolle befindet, ist die größte Gefahr gebannt. Auch, weil eigentlich torgefährliche Mittelfeldspieler wie Marvin Mehlem oder Tobias Kempe ihrer Form hinterherlaufen oder aber kaum zum Zug kommen.

Abhilfe zu schaffen, dürfte Coach Grammozis nicht ganz leicht fallen. Die Länderspielpause bietet nun aber die Gelegenheit, die im Sommer gekommenen, aber lange verletzt ausgefallenen Erich Berko und Mathias Honsak ebenso wie den nachverpflichteten Ognjen Ozegovic besser ins Spiel einzubauen.

Alle drei haben auf ihren vorherigen Stationen schon Zug zum Tor nachgewiesen. Gelänge es zumindest einem aus diesem Trio, auch im Lilien-Trikot für mehr Durchschlagskraft zu sorgen, wäre nicht zuletzt auch Dursun geholfen, der dann mehr Freiräume erhalten dürfte.

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