Eintracht Braunschweig: Daniel Meyer mit dem richtigen Händchen

Keeper Fejzic und Joker Kaufmann sichern den Sieg über St. Pauli

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 06.12.20 | 08:01
Daniel Meyer

Wichtiger Sieg nach zuvor zwei Niederlagen: Daniel Meyer. © imago images / osnapix

Eintracht Braunschweig hat auf die zuvor erlittenen Niederlagen gegen den Karlsruher SC (1:3) und bei Darmstadt 98 (0:4) eine starke Reaktion gezeigt, obwohl das Kellerduell gegen den FC St. Pauli kaum schlechter hätte beginnen können als mit dem Rückstand durch Maximilian Dittgen bereits in der zweiten Minute.

„ Ich muss meinen Hut davor ziehen, wie sich die Mannschaft in die Begegnung reingekämpft hat. ”
Daniel Meyer

Der BTSV fightete sich aber zurück ins Spiel, sehr zur Freude von Trainer Daniel Meyer: „Ich muss meinen Hut davor ziehen, wie sich die Mannschaft dann in die Begegnung reingekämpft hat. Wir haben viel Aufwand betrieben und viele Zweikämpfe geführt. Gute Defensivaktionen konnten wir emotionalisieren und als positives Zeichen mitnehmen“, lobte der Coach in seinem Statement zur Partie die an den Tag gelegte Leidenschaft und eine neue Seite an seinem Team: „Wir haben die richtige Antwort gegeben und gezeigt, dass wir auch dreckig spielen können und das Team alles, was sie hat, in die Waagschale wirft. Das war ein ganz wichtiger Dreier für uns.“

Fejzic hält den Sieg fest

Meyer durfte sich aber auch ein Stück weit selbst auf die Schulter klopfen, waren doch zwei Personalentscheidungen nicht unwesentlich für den Dreier, mit dem zumindest für eine Nacht der Sprung weg von den Abstiegsplätzen und auf Rang 14 gelungen ist. Während der nur drei Zeigerumdrehungen zuvor eingewechselte Fabio Kaufmann in der 82. Minute als Joker den 2:1-Siegtreffer erzielte, avancierte zwischen den Pfosten Jasmin Fejzic zum Rückhalt.

Nachdem Meyer schon unter der Woche einen Torwartwechsel nicht ausgeschlossen hatte, erhielt der 34 Jahre alte Bosnier den Vorzug vor den in den vergangenen Spielen nicht immer Sicherheit ausstrahlenden Felix Dornebusch. Und Fejzic, der beim frühen Rückstand chancenlos war, rechtfertige das in ihn gesetzte Vertrauen im Laufe der 90 Minuten mit mehreren guten Aktionen und hielt insbesondere kurz vor Schluss mit einer glänzenden Reaktion gegen Finn Ole Becker die drei Punkte fest.

Der Routinier dürfte nun auch am kommenden Wochenende im Kasten stehen, wenn Braunschweig im zweiten Heimspiel in Folge gegen den VfL Osnabrück nachlegen will. Weil danach beim SC Paderborn und gegen Greuther Fürth noch zwei schwierige Aufgaben bis Weihnachten warten, lautet das Ziel dann sicherlich, erneut drei Zähler einzufahren.