FSV Frankfurt: Quintett aus dem Kader gestrichen

Führungsspieler an Entscheidung beteiligt

Besar Halimi im Zweikampf mit Marc Rzatkowski

Keine Zukunft am Bornheimer Hang? FSV-Talent Besar Halimi (l.) wurde aus dem Kader gestrichen. ©Imago

Vor dem Abstiegsgipfel am Sonntag bei Fortuna Düsseldorf lässt man beim FSV Frankfurt nichts unversucht, um innerhalb der seit Monaten der 3. Liga entgegentaumelnden Mannschaft die Sinne doch noch einmal zu schärfen.

Nachdem der Trainerwechsel von Tomas Oral zu Falko Götz nahezu wirkungslos verpufft ist und die Bornheimer alle drei Spiele unter dem neuen Coach verloren haben, erfolgte am gestrigen Donnerstag die Abreise ins dreitägige Kurz-Trainingslager in der Sportschule Kaiserau mit deutlich reduziertem Aufgebot.

Götz verzichtet in Kaiserau und damit auch in Düsseldorf auf Dani Schahin, Besar Halimi, Zsolt Kalmar, Denis Mangafic und Joel Gerezgiher, die wohl generell in dieser Saison und darüber hinaus keine große Rolle mehr spielen werden. Bezeichnend ist, dass es sich mit Ausnahme von Mangafic ausschließlich um Leihspieler handelt, an deren Vielzahl (zehn!) im Kader sich in den vergangenen Wochen und Monaten schon mehrfach Kritik entzündet hatte.

Ungenügende Trainingsleistungen

Auch wenn es nicht deutlich ausgesprochen wurde, so gibt es innerhalb des Vereins offenbar Zweifel an Charakter und Mentalität des ausgemusterten Quintetts.

Es ist sicherlich auch meine Erfahrung aus drei Wochen Training. (Falko Götz)

Coach Götz lässt auf bild.de zumindest zwischen den Zeilen erkennen, mit den Trainingsleistungen der fünf Akteure nicht zufrieden gewesen zu sein „Ich bin dafür da, mit denen zu arbeiten, die uns am Sonntag helfen können in einer sehr schwierigen Situation für den Verein. Es ist sicherlich auch meine Erfahrung aus drei Wochen Training.“

Anteil an der Entscheidung hatten indes auch einige erfahrene Akteure, die sich wohl nicht unbedingt positiv über die Ausgemusterten geäußert haben: „Es ist wichtig, was unsere Führungsspieler sagen, mit wem sie zusammenspielen wollen, wem sie zutrauen, diese schwierige Aufgabe zu lösen“, deutete Götz im „Kicker“ (Ausgabe 37/2016 vom 06.05.2016) an, dass innerhalb des Kaders längst nicht alles eitel Sonnenschein ist.