Hamburger SV: Klaus-Michael Kühne will komplett aussteigen

Unternehmer plant den Verkauf seiner Anteile

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 10.09.18 | 07:43
Klaus-Michael Kühne ist Investor beim Hamburger SV

Klaus-Michael Kühne will seine Engagement beim HSV zurückfahren. ©Imago/Sepp Spiegl

Nach dem Fehlstart gegen Holstein Kiel (0:3) scheint der Hamburger SV in der 2. Bundesliga angekommen zu sein. Inklusive DFB-Pokal gelangen dem abgestürzten Bundesliga-Dino zuletzt drei Siege in Folge, die die Hoffnung der Fans auf den direkten Wiederaufstieg nährten.

Schon alleine aus finanziellen Gründen ist die Rückkehr ins Oberhaus ohnehin alternativlos. Auch deshalb, weil der HSV in Zukunft wohl endgültig ohne die Unterstützung von Klaus-Michael Kühne auskommen muss. Nachdem der HSV Kühnes Ansinnen, seine Anteile an der Aktiengesellschaft von 20,57 auf 35 Prozent aufzustocken, was eine Sperrminorität zur Folge gehabt hätte, abgelehnt hat, will sich der 81-Jährige zurückziehen.

Kühne schließt Rückkehr nicht aus

In der Welt am Sonntag sagte Kühne, dass er im Moment kein Konzept sehe, für das es sich lohne, weiterhin Geld zu investieren. „Ich muss mich jetzt selbst disziplinieren. Deshalb will ich meine Anteile loswerden“, kündigt der Unternehmer an, der nach eigenen Angaben aber noch keinen Käufer an der Hand hat.

„ Ich muss mich jetzt selbst disziplinieren. Deshalb will ich meine Anteile loswerden. ”
Klaus-Michael Kühne

Gänzlich ausschließen will es Kühne indes auch nicht, doch noch einmal beim HSV einzusteigen. Trotz der sportlichen Negativentwicklung der letzten Jahre bleibt Kühne dem Klub verbunden: „Es ist ein Drama, wie der Verein in sich zusammengefallen ist. Ich bleibe aber ein Fan, auch nach dem Abstieg in die Zweite Bundesliga.“

Die nächsten Monate und Jahre muss der HSV nun erst einmal mit eigenen Mitteln bestreiten. Dass nicht immer hohe Investitionen nötig sind, um sich sportlich gut aufzustellen, hat die zurückliegende Transferperiode freilich schon gezeigt. Trotz eines erwirtschafteten Transferplus von mehr als 16 Millionen Euro konnten Lücken im Kader geschlossen werden.

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